OSC-Wasserballer holen Bundesliga-Bronze
29. May 2018
Der erhoffte Auswärtssieg bleibt aus!
30. May 2018
Alle anzeigen

Wie man eine Sportart fördert …

Als weiteren Diskussionsbeitrag zur Zukunft des deutschen Wasserballs sei an dieser Stelle auf die anregende Präambel des Fachausschusses Wasserball im Landesschwimmverbands Niedersachsen (LSN) hingewiesen. Diese normative Handlungsanleitung wurde unter Federführung des heutigen DSV-Vizepräsidenten Uwe Brinkmann (Hannover) im Sommer 2016 nach einer nahezu kompletten Neukonstituierung des Gremiums verfasst. Nachfolgend die Präambel des LSN-Fachausschusses im Wortlaut:

PRÄAMBEL

Der Fachausschuss Wasserball des Landesschwimmverbandes Niedersachsen (LSN) fördert die Sportart Wasserball in ihrer ganzen Vielfalt. Unter den Bedingungen einer sich professionalisierenden Sportart versteht sich der FA Wasserball des LSN im Rahmen der Möglichkeiten als Dienstleister für die Vereine,

– die sich gezielt um die Jugendarbeit kümmern, um Jugendlichen die Sportart als attraktives Angebot für Bewegung, Spiel und Sport zu ermöglichen,
– die Jugendliche im Hinblick auf eine lebenslanges Sporttreiben gezielt ausbilden,
– deren Ziel es ist, den Leistungssportbereich zu erreichen,
– die bereits Spitzensport betreiben.

die primär aus gesundheitlich-geselligen Motiven die Sportart anbieten.

Die Hauptaugenmerke gelten

– den Jugendbereichen mit den Zielen,
o die Verbreitung der Sportart in der Fläche wieder deutlich zu bessern, also deutlich mehr Vereine für die Jugendarbeit zu motivieren und sie bei der Realisierung tatkräftig zu unterstützen;
o der Förderung in den Altersgruppen und in den Schnittstellen des Übergangs von einer Altersklasse in die andere und in den Erwachsenenbereich und seinen Partnerorganisationen (alle Strukturen);
o wenn nicht ein lebenslanges, so doch ein möglichst lange währendes aktives Sporttreiben zu ermöglichen.

– den Erwachsenenbereichen mit den Zielen,
• in der Breite vielfältige Angebote zu machen, sodass die Sportart aus gesundheitlich-geselligen Motiven in der Breite betrieben werden kann;
• die Sportart im Alltag auch für ältere Wasserballer und Wasserballerinnen präsent zu halten und so nicht zuletzt Vorbildfunktionen für Kinder und Jugendliche zu übernehmen.

Unter den gesellschaftlichen und sportpolitischen Entwicklungen schafft der FA Wasserball ein eigenes Interessenprofil, aus dem heraus er seine Leistungen in klar geordneten und transparenten Verfahren erbringt, die gleichwohl Möglichkeiten bieten, flexibel auf sich verändernde Bedingungen zu reagieren
• Er gibt sich Strukturen, die – einerseits unmittelbar greifen, um die kurzfristig anstehenden Maßnahmen zu sichern; – andererseits die mittel- und langfristigen Aufgaben des FA abbilden und ihre Bewältigung sichern.
• Getragen werden diese Strukturen von einer breiten Beteiligung unterschiedlicher Personen. Voraussetzungen einer solchen breiten Teilhabe sind offene Kommunikations- und klare Entscheidungsstrukturen.

Diese Präambel wurde einstimmig vom Arbeitskreis beschlossen.

Hannover, den 16. September 2016

Comments are closed.