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Wasserballer mit starker Moral

Toller Endspurt bringt Weiden zwei Punkte in Ludwigshafen

(prg) Nach drei Wochen Spielpause starteten die Weidener Wasserballer am vergangen Samstag in Ludwigshafen in eine wichtige Spielphase der laufenden Saison. In den nächsten vier Wochen wollen die Oberpfälzer alle ihre Spiele erfolgreich absolvieren, um die Weichen in Richtung Saisonziele 2018, mit der Meisterschaft der 2.Wasserball-Liga Süd und Sieg im Süddeutschen Wasserballpokal, endgültig zu stellen. Die erste Hürde der heißen Phase in Ludwigshafen nahmen sie, mit einem spektakulärem Endspurt mit Bravour. Die SV-ler entschieden das Spiel mit 5:0 im letzten Viertel, nach 7:9 Rückstand, zum 12:9 Sieg für sich und bewiesen dabei starke Moral und hervorragende Kondition.

Die ambitionierten und ehrgeizigen Hausherren, die als sehr heimstark gelten und immer vor einer interessanten Kulisse spielen, gingen mit 1:0 in Führung in die Partie und verlangten den Gästen um Trainer Thomas Aigner stets einiges ab, um in der Partie zu bleiben. Die Weidener spielten ihre Angriffe gut aus, erzwangen daraus immer wieder Überzahlsituationen, scheiterten aber zu oft im Abschluss und begaben sich damit in eine immer brenzlichere Situation. Die Ludwigshafener spielten eine gute Partie und konnten die Weidener damit richtig ärgern. Das erste Viertel ging noch unentschieden mit 2:2 aus, im zweiten setzten sich die Gastgeber mit 4:2 zum 6:4 Halbzeitstand ab und schafften die Führung sogar über den dritten Abschnitt noch durchzubringen. Mit 7:9 Rückstand standen die Chancen der Weidener auf den Auswärtssieg nicht besonders gut, aufgeben war für Weiden jedoch keine Option. Sie mobilisierten aller Kräfte, sammelten sich richtig in der letzten Pause und legten sofort nach Wiederbeginn mit der Aufholjagt los. Mit einer starken Vorstellung arbeiteten sich die Weidener Tor für Tor vor, spielten ihre konditionelle Überlegenheit aus, schlossen ihre Angriffe abgeklärt ab und beeindruckten den Gegner mit 5:0 im Abschlussviertel zum verdienten 12:9 Erfolg am Ende. Man könnte teilweise schon Mitleid mit den engagierten Gastgebern haben, nachdem sie ein sehr gutes Spiel absolvierten, den Sieg schon in der Reichweite sahen aber am Ende doch ohne Lohn aus dem Becken stiegen. Was in den Weidener Reihen überwiegt, ist jedoch klar die Freude über dem wichtigen Sieg und vor allem der überzeugenden Moral der Mannschaft. „Das vierte Viertel war sehr wichtig und die Moral einfach überragend. Ludwigshafen hat sehr stark gekämpft und einen guten Fight geliefert. Am Ende hatten wir die stärkere Bank, waren abgeklärter und konnten die viele davor vergebene Chancen wieder gutmachen“ strahlte Trainer Aigner nach der Partie. „Eigentlich haben wir uns selbst in die prekäre Lage gebracht. Wenn wir unsere Chancen konsequent nutzen, machen wir das Spiel schon viel früher klar und brauchen nicht mehr um den Sieg zittern. Doch, das was wir im letzten Viertel abgeliefert haben, stellt alles in den Schatten. Wir sind in einer sehr guten Verfassung und zeigten, dass wir eine starke Einheit sind. Solche Spiele machen einfach Spaß und bringen uns als Team immer einen Schritt weiter“ berichtete Kapitän Thomas Kick, „Nächste Woche haben wir noch eine schwierige Auswärtsaufgabe in Leimen, die wollen wir auch meistern, um die Matchbälle in Weiden zu bekommen“ ergänzte er kämpferisch und zuversichtlich.

Am kommenden Samstag gastieren die Weidener bei der SG Leimen/Mannheim und am Sonntag (Anpfiff 13:00 Uhr) empfangen sie den Ersten Frankfurter SC im Viertelfinale um den Süddeutschen Wasserball-Pokal.

WSV Vorwärts Ludwigshafen – SV Weiden 9:12 (2:2, 4:2, 3:3, 0:5)
Wasserverweise: Ludwigshafen 12, Weiden 9+Strafwurf
Schiedsrichter: Kurt Heidmann, Frank Wust

SV Weiden spielte mit Matthias Kreiner, Nikolaj Neumann, Alexander Hinz (1 Tor), Michael Trottmann (1), Thomas Kick, Denis Reichert (1), Jakob Ströll (1), Robert Reichert, Marek Janecek (3), Toni Hinz, Sean Ryder (5), Andreas Widiker und Christopher Klein
Trainer Thomas Aigner

2. Wasserball-Liga Süd 2017/2018
Tabelle
1.
SV Weiden 1921
14/22
255:106
149
24:4
2.
SV Würzburg 05
14/22
156:120
36
22:6
3.
SG Stadtwerke München
13/22
179:124
55
21:5
4.
SC Wasserfr. Fulda 1923
15/22
187:166
21
17:13
5.
SG Wasserball Leimen/Mannheim
12/22
153:132
21
15:9
6.
WSV Vorwärts Ludwigshafen 1921
12/22
156:136
20
15:9
7.
SV Cannstatt
14/22
143:164
-21
12:16
8.
Erster Frankfurter SC
14/22
104:134
-30
11:17
9.
PSV Stuttgart
15/22
156:224
-68
9:21
10.
1. BSC Pforzheim
13/22
128:172
-44
7:19
11.
VfB Friedberg
12/22
84:167
-83
3:21
12.
SV Bietigheim
10/22
86:142
-56
2:18

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