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Krefeld und Wedding trennen sich 11:11 unentschieden

Am Samstagabend trafen die SV Krefeld 72 und der SC Wedding zum zweiten Mal in kurzer Zeit aufeinander. Das Hinspiel vor vierzehn Tagen in Berlin hatten die Krefelder unglücklich mit 8:10 verloren. Diese Scharte galt es auszuwetzen.

Entsprechend engagiert ging das Team von Trainer Gabor Bujka zur Sache und erzielte im ersten Viertel drei gut herausgespielte Treffer. Allerdings setzte sich die Abschlussschwäche aus dem Spiel gegen Ludwigsburg fort, eine Reihe sehr guter Gelegenheiten ließ die Mannschaft liegen ohne zu punkten. Dafür trafen die Berliner mit drei Distanzschüssen jeweils in letzter Sekunde und konnten das Viertel damit ausgeglichen halten. Nach einem schnellen Rückstand in Unterzahl im zweiten Spielabschnitt konnten Krefelds beste Torschützen am heutigen Tag Dusan Dragic und Timo Schwark das Ergebnis auf 5:4 und nach dem Ausgleich der Berliner in Überzahl auf 6:5 drehen. In den letzten drei Minuten des Viertels hatte die SVK mehrfach beste Chancen mit zwei Treffern davon zu ziehen, aber kurz vor Schluss gelang den Weddingern dann doch der Ausgleich zum 6:6.

Außerdem kassierten die Krefelder noch zwei Herausstellungen in den letzten Sekunden des zweiten Abschnitts. Janek Neuhaus, der nach langer Verletzungspause wieder sein erstes DWL-Spiel bestreiten konnte, hatte im Anschwimmen den Ball zwar erobert, aber die Aktion wurde vom souverän agierenden Schiedsrichtergespann Mirko Arntzen und Aurel Tiz als Foul gewertet. So kamen die Berliner in doppelter Überzahl zum Führungstreffer. Diese Führung baute der Gegner dann schnell zum 6:10 aus, ein Abstand, der für den Spielverlauf zu hoch ausfiel und den der Torwart der Krefelder Leo Vogel – in einer Verfassung wie am letzten Wochenende – sicher verhindert hätte. So aber schien das Spiel bereits frühzeitig entschieden. Aber wie oft in dieser Saison zeigte die SVK eine starke Moral und stemmte sich mit hohem Einsatz gegen die drohende Niederlage. In dieser Situation behielt Krefelds Jüngster, Timo Schwark, die Nerven und schloss zweimal erfolgreich ab. In der letzten Sekunde gelang dann Istvan Keresztes der viel umjubelte Anschlusstreffer und Krefeld war wieder im Spiel.

Gleich zu Beginn des letzten Viertels verwandelte Center Dusan Dragic, der zum Spieler des Tages gewählt wurde, ein schönes hohes Anspiel von Andrij Kryshtal zum Ausgleich für die SVK. Jetzt neutralisierten sich beide Mannschaften weitgehend, die wenigen Chancen, die sich trotz vieler Herausstellungen ergaben, vereitelten die Torleute auf beiden Seiten. Erst nach vier Minuten fiel der nächste Treffer zur Führung für Wedding. Auf der anderen Seite nutzte Kapitän Yannik Zilken eine doppelte Überzahl und verwandelte mit all seiner Erfahrung nervenstark zum erneuten Ausgleich. Im nächsten Angriff der Krefelder bot sich die erste Chance, das Spiel für sich zu entscheiden, aber in Überzahl traf der Ball nur die Latte. Stattdessen wurde Yannik Zilken dreizehn Sekunden vor Schluss ausgeschlossen. In dieser brenzligen Situation vertändelten die Berliner den Ball leichtfertig, aber Dusan Dragic konnte seinen Konter allein vor dem Berliner Schlussmann nicht verwandeln. Nach der anschließenden Ecke traf in der letzten Aktion des Spiels auch noch Istvan Keresztes nur den Pfosten! Letztlich kam es zu einem leistungsgerechten Unentschieden in einem von beiden Seiten kampfbetont, aber fair, geführten Match, das sich nahtlos in den bisherigen Saisonverlauf der Pro B mit vielen engen Spielen einfügt. Mit dem Blick auf die weiteren Ergebnisse des Spieltages – knapper Sieg von Duisburg in Hamburg und Niederlage von Plauen in Neustadt – zeigt sich wieder einmal, dass in dieser Gruppe fast jeder jeden schlagen, wir können also weiterhin eine spannende Saison erwarten.

SV Krefeld 72 : SC Wedding

Torschützen für Krefeld :

11:11 (3:3, 3:3, 3:4, 2:1)

Dusan Dragic (3), Timo Schwark (3), Paul Huber, Andrij Kryshtal, Yannik Zilken, Istvan Keresztes und Roland Tatar

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