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SSVE verpasst DWL-Halbfinale

OSC Potsdam auch in der zweiten Partie siegreich – Turnier um Platz 5

Esslingen – Die Bundesliga-Wasserballer des SSV Esslingen sind im Kampf um die Deutsche Meisterschaft an der Mannschaft des OSC Potsdam klar gescheitert. Nach der 10:19-Heimspiel-Niederlage eine Woche zuvor gab es am Samstag eine 17:7 (6:3, 2:0, 4:2, 5:2)-Niederlage im Nordosten der Republik. Der SSVE hat nun Vorrecht auf die Ausrichtung des Turniers um Platz 5.

Es war ein kurzer Moment der Hoffnung, dass der SSVE eventuell doch die Chance auf eine entscheidendes drittes Spiels haben würden, als sie in Potsdam nach einem schnellen 0:3-Rückstand in der fünften Spielminute auf 2:3 verkürzten und wenig später eine Aktion des wiedergenesenen Timo van der Bosch auf der Centerposition eigentlich einen Überzahlsituation verdient gehabt hätte. Doch der Pfiff blieb aus und statt der möglichen Chance auf den Ausgleich schlossen die Gastgeber einen Konter erfolgreich zum 2:4 aus Esslinger Sicht ab. In der Folgezeit hatten die Hausherren das Spiel stets im Griff und zogen damit nach zwei klaren Siegen verdient erstmals in Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft ein, wo sie auf Rekordmeister Spandau 04 treffen werden. „Potsdam ist verdient im Halbfinale“, so auch SSVE-Trainer Bernd Berger nach der Partie, „aber unser Weg wird weitergehen. Platz 5 ist unser Ziel.“ Die vom ehemaligen Welttorhüter Alexander Tchigir trainierten Ostdeutschen haben derzeit mit einigen Perspektivnationalspielern, einer guten Jugendarbeit sowie einigen ehemaligen Spandauer Spielern einfach den etwas stärkeren Kader. Möglicherweise wäre die Chance auf ein Esslinger Weiterkommen gestiegen, wären die Langzeitverletzten Robert Roth und Marco Watzlawik mit dabei gewesen und hätte Auslandsstudent Hannes Glaser die Mannschaft unterstützen können. Doch alles „hätte“, „wenn“ und „aber“ nutzt nichts, man muss die Situation so nehmen, wie sie ist. Ergebnistechnisch wäre das Erreichen des fünften Platzes sicher ein Erfolg.

Denkbar schlecht begann die Partie für die Esslinger Wasserballer, denn nachdem sie in Unterzahl den ersten und durch einen Strafwurf den zweiten Treffer kassierten, stand es nicht nur 0:2, sondern Centerverteidiger Konstantinos Sopiadis hatte bereits zwei persönliche Fehler nach gerade einmal zwei gespielten Minuten. Durch einen Konter erhöhten die Hausherren auf 3:0. Kapitän Heiko Nossek war mit einem direkt verwandelten Freiwurf für den ersten SSVE-Treffer verantwortlich. Mit einem erfolgreichen Konter verkürzte der Kapitän auf Pass von Miro Tadin auf 2:3. Dann die oben bereits geschilderte Situation: statt eines Überzahlspiels für die Esslinger konterten die Potsdamer und kamen so zum 4:2. Nach einer Auszeit fiel in Überzahl der fünfte Potsdamer Treffer. Hannes Rothfuß markierte auf Zuspiel von Heiko Nossek zwar das 5:3, doch noch vor der ersten Viertelpause kam der OSC zum 6:3.

Der zweite Abschnitt verlief dann insgesamt ereignisloser. Mit einem Rückraumtreffer sowie einem Kontertor bauten die Gastgeber ihre Führung bis zur Halbzeit auf 8:3 aus. Die Esslinger konnten zwar ihre Abwehr stabilisieren, setzten dafür aber im Angriff zu wenig Akzente.

Auch im dritten Viertel hatte Potsdam das Spiel im Griff. Dem 9:3 folgte der erste von drei Treffern durch SSVE-Spanier Eric Fernandez Rivas. Ein Konter sorgte für das 10:4, ehe Valentin Finkes in Überzahl den fünften Esslinger Treffer markierte. Kurze Zeit später war sowohl für Konstantinos Sopiadis als auch für Timo van der Bosch das Spiel zu Ende, da beide ihren dritten persönlichen Fehler kassierten. Die Havelstädter nutzten die personelle Schwächung des Gegners und bauten bis zur letzten Pause ihre Führung auf 12:5 aus.

Und auch im letzten Abschnitt fielen die ersten drei Treffer auf Potsdamer Seite. Eric Fernandez Rivas traf von Linksaußen zum 15:6 und auch auf das 16. Potsdamer Tor antwortete der Spanier mit einem weiteren Treffer von ähnlicher Position, ehe der vierfache Torschütze und „Spieler des Tages“ Dennis Strelezkij aus der Centerposition den Treffer zum 17:7-Endstand erzielte.

Nach verpasstem Halbfinaleinzug steht für den SSVE zum Saisonabschluss das Platzierungsturnier um den fünften Rang auf dem Programm. Als bestplatziertes Team sind sie zur Ausrichtung berechtigt und werden das Turnier mit den Teams von den White Sharks Hannover, der SG Neukölln sowie Bayer Uerdingen am 20. und 21. Mai voraussichtlich auch auf der Neckarinsel ausrichten.

Für den SSV Esslingen im Einsatz waren:

Adrian Hausmann (Torwart), Eric Fernandez Rivas (3 Tore), Hannes Rothfuß (1), Valentin Finkes (1), Timo van der Bosch, Michel Hamann, Heiko Nossek (2), Vincenzo Inguanta, Robin Finkes, Miro Tadin, Linus Orszulik, Florian Pirzer (Torwart).

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