OSC deklassiert Esslingen auswärts Bundesliga-Wasserballer siegen im ersten Spiel der „Best-of-three“-Serie 19:10
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SSVE nach Heimniederlage vor Viertelfinal-Aus

Van der Boschs Ausfall nicht zu kompensieren – Katastrophaler Start

Esslingen – Der SSV Esslingen hat die erste Viertelfinalpartie gegen den OSC Potsdam beim ersten Freibad-Spiel der Saison klar mit 10:19 (0:6, 5:4, 2:5, 3:4) verloren. Ursachen für die hohe Niederlage war der kurzfristige Ausfall von Nationalspieler Timo van der Bosch sowie ein desaströser erster Spielabschnitt.

Dass ein Spieler wie Timo van der Bosch, der sowohl auf der Center- als auch auf der Centerverteidigerposition für den SSVE nicht zu ersetzen ist, dürfte kein großes Geheimnis sein. Verständlich daher auch, dass die SSVE-Spieler nach der Nachricht der kurzfristigen Erkrankung (Magen-Darm) des Nationalspielers erst einmal die Köpfe hängen ließen. Allerdings haderten sie zu lange und waren im ersten Abschnitt als Mannschaft nicht anwesend und der OSC Potsdam konnte mit dem 0:6 schon mehr als den Grundstein für den Sieg legen. SSVE-Kapitän und Co-Trainer Heiko Nossek nach der Partie konsterniert: „Das war der denkbar schlechteste Freibad-Start. So ein erstes Viertel darf einfach nicht passieren!“ Gleichzeitig gab er ein kämpferisches Signal an sein Team: „Wir haben aber dennoch die Möglichkeit auf das Halbfinale – hoffentlich komplett.“ In der Tat ist die Best-of-three-Viertelfinalserie nach dem ersten Spiel natürlich noch nicht entschieden, aber Potsdam hat nun dank Heimrecht natürlich die besseren Karten.

Aus Sicht des SSVE war der erste Abschnitt ein Viertel zum Vergessen, für die Gäste aus dem Osten dagegen ein Auftakt nach Maß. Drei Konter- und zwei Überzahltore sowie ein Centertor in den ersten acht Minuten und die Partie war vorzeitig gelaufen.

Zum Glück fühlten sich die Esslinger Spieler bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen im SSVE-Freibad auf der Neckarinsel an der Ehre gepackt und fanden im zweiten Abschnitt endlich ins Spiel. Heiko Nossek, Eric Fernandez Rivas und Valentin Finkes verkürzten jeweils mit direkt verwandelten Freiwürfen auf 3:6. Doch näher ließ der weitgereiste Hauptgruppenvierte die Gastgeber nicht herankommen. Mit einem Bogenball traf der vierfache Torschütze Matteo Dufour zum 3:7. In der 14. Spielminute dann die nächste Hiobsbotschaft für das SSVE-Team, als Eric Fernandez Rivas einen Strafwurf verursachte, der zugleich der dritte persönliche Fehler des Spaniers war und ihn fortan zum Zuschauen verdammte und so die von vorneherein sowieso schon geschwächte Mannschaft weiter schwächte. Dem verwandelten Strafwurf ließ Potsdams fünffacher Torschütze und Nationalspieler Dennis Strelezkij (Spieler des Tages) das Tor zum 3:9 folgen, ehe Heiko Nossek aus dem Rückraum den vierten Esslinger Treffer markierte. Dem zehnten Gästetreffer folgte ein verwandelter Strafwurf von Heiko Nossek, sodass der SSVE zumindest diesen Spielabschnitt mit 5:4 für sich entscheiden konnte.

Mit zwei schnellen Kontern bauten die Gäste ihre Führung zunächst auf 5:12 aus, ehe Miro Tadin aus dem Rückraum den sechsten SSVE-Treffer erzielte. Es folgten zwei weitere Gästetreffer, ehe Konstantinos Sopiadis eine Überzahlchance schnell zum 7:14 nutzte. Noch vor der letzten Pause vollendete der OSC einen weiteren Konter 7:15.

Auch im letzten Abschnitt einer längst entschiedenen Partie war das Gästeteam als erstes erfolgreich, ehe Valentin Finkes mit einer schönen Aktion auf Zuspiel von Konstantinos Sopiadis das 8:16 erzielte. Kurze Zeit später war auch für Miro Tadin das Spiel zu Ende, als er mit drei persönlichen Fehlern unter die Dusche geschickt wurde. Es folgten drei Tore der Potsdamer, die Treffer von Konstantinos Sopiadis und Valentin Finkes waren nur noch Ergebniskosmetik zum letztlich enttäuschenden 10:19-Endstand.

Den Esslinger Wasserballern bleibt nun eine Woche Zeit, die Niederlage mit all ihren Fehlern aufzuarbeiten, um es in der Fremde besser zu machen. Und natürlich die Hoffnung, beim zweiten Spiel in der Best-of-three-Serie am kommenden Samstag um 18 Uhr in Potsdam komplett antreten zu können. Bei einem Esslinger Sieg käme es am Sonntag um 15 Uhr zum entscheidenden dritten Spiel, auch da hätte der OSC Potsdam Heimrecht.

Für den SSV Esslingen im Einsatz waren:

Adrian Hausmann (Torwart), Eric Fernandez Rivas (1 Tor), Hannes Rothfuß, Valentin Finkes (3), Michel Hamann, Heiko Nossek (3), Vincenzo Inguanta, Robin Finkes, Miro Tadin (1), Linus Orszulik, Konstantinos Sopiadis (2), Florian Pirzer (Torwart)

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