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SSVE verliert Zitterpartie in Krefeld

0:1-Rückstand in Best-of-Three-Serie – Zwei Heimsiege gefordert

Esslingen – Der SSV Esslingen hat sich aufgrund einer absolut unnötigen 11:10 (1:1, 3:4, 4:4, 3:1)-Auswärtsniederlage beim SV Krefeld 72 in eine äußerst unangenehme Situation gebracht und braucht nun zwei Heimsiege, um nicht in die B-Gruppe der Deutschen Wasserball Liga abzurutschen.

„So verdient man es nicht in der A-Gruppe zu bleiben“, konstatierte ein völlig gefrusteter Kapitän Heiko Nossek nach der Partie unmissverständlich. „Wir müssen zuhause eine Schippe drauf legen, sonst wird das eine ganz peinliche Saison.“ Auch Trainer Bernd Berger sieht sein Team in Gefahr: „Mit unserer Überzahlschwäche kannst du nichts gewinnen. Der Abstieg in die B-Gruppe wäre die Höchststrafe, aber noch liegt es an uns, alles gerade zu biegen“, sieht der Coach seine Mannschaft nun in der Pflicht. Damit hatten die Esslinger Bundesligawasserballer nicht gerechnet, auch wenn ihnen klar war, dass es im Westen kein Spaziergang werden würde. So groß ist der Leistungsunterschied zwischen den beiden Gruppen dann doch nicht, wie auch die anderen Überkreuzpartien zeigten. Dazu kam, dass der SSVE alles andere als gut besetzt war: Robert Roth, Hannes Glaser sowie die beiden etatmäßigen Torhüter Marco Watzlawik und Florian Pirzer fielen allesamt aus, die U17 schaffte zwar den Einzug ins Halbfinale, dies aber zeitgleich mit dem DWL-Team, sodass die Spieler dort nicht zur Verfügung standen. Am Ende blieben elf Spieler übrig. Man war also gewarnt, doch in einem stets knappen Spiel, in dem man meist in Führung war, schaffte man es am Ende doch nicht, den Sieg über die Zeit zu retten.

Das erste Viertel begann, wie so viele Spiele beginnen: mit einem aktions- und ergebnisarmen Abtasten. Heiko Nossek schaffte mit einem direkt verwandelten Freiwurf den ersten Treffer des Spiels. Wenig später konnten die Hausherren einen Konter erfolgreich abschließen. Mit diesem 1:1-Zwischenstand ging es in die erste Pause.

Ein weiterer Konter brachte Krefeld mit 2:1 in Führung, die Timo van der Bosch mit einem Überzahltreffer aus dem Rückraum egalisierte. Es folgte ein Doppelschlag der Krefelder zum 4:2. Doch Eric Fernandez Rivas schaffte in Überzahl den Anschluss. Und der Spanier sorgte mit einer schönen Einzelleistung, als er seinen Gegenspieler und den Torwart düpierte, für den Ausgleich. Zwei Sekunden vor der Halbzeit markierte Heiko Nossek mit einem Konterabschluss aus dem Rückraum die 4:5-Führung.

Nach der Pause konnten die Gastgeber zunächst wieder ausgleichen, ehe der SSVE mit Konstantinos Sopiadis und Hannes Rothfuß gleich zwei Mal in Überzahl erfolgreich war und so mit zwei Toren vorne lag. Dank eines Strafwurfs kam der SVK heran und schaffte wenig später in Überzahl wieder den Ausgleich. Das Spiel wurde mehr und mehr zum offenen Schlagabtausch und es deutete sich an, dass sich keines der beiden Teams bis zum Ende entscheidend wird absetzen können. Doch immer wieder waren es die Esslinger, die in Führung gingen. Das 7:8 erzielte Timo van der Bosch mit einer kraftvollen Centeraktion und dem Anspiel von Heiko Nossek zum richtigen Zeitpunkt. Wieder in Unterzahl kassierte man das 8:8. Hannes Rothfuß brachte seine Mannschaft mit einem schönen Schuss kurz vor Viertelende wieder nach vorne.

Gleich im ersten Angriff schaffte Krefeld den erneuten Ausgleich mit einem schnell ausgeführten Überzahltor. In der 27. Spielminute dann erstmals wieder die Führung für die von Gabor Bujka trainierte Mannschaft. Diese konnte Esslingen durch einen direkt verwandelten Freiwurf von Heiko Nossek zwei Minuten vor dem Ende zwar noch einmal ausgleichen, doch in Überzahl schafften die Hausherren 30 Sekunden vor der Schlusssirene den von den Krefelder Fans vielumjubelten Siegtreffer zum 11:10.

Zweifelsohne eine herbe Enttäuschung für die Esslinger Bundesligawasserballer. Der Abstieg in die B-Gruppe droht und ist nur noch eine Niederlage entfernt. Auch wenn man in dieser Saison immer wieder mit personellen Rückschlägen zu kämpfen hat, damit hat beim SSVE wohl niemand gerechnet. Doch noch hat man es selbst in der Hand. Mit zwei Heimsiegen am 22. und 23. April im Merkel´schen Hallenbad (16 Uhr am Samstag und 11 Uhr am Sonntag) kann das SSVE-Team den Kopf noch einmal aus der Schlinge ziehen und sich für das PlayOff-Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft qualifizieren. Das Potential dazu hat die Mannschaft, das hat sich auch in dieser Saison immer wieder gezeigt, sie muss es nur abrufen.

Für den SSV Esslingen im Einsatz waren:

Adrian Hausmann (Torwart), Eric Fernandez Rivas (2 Tore), Hannes Rothfuß (2), Valentin Finkes, Timo van der Bosch (2), Michel Hamann, Heiko Nossek (3), Vincenzo Inguanta, Robin Finkes, Miro Tadin und Konstantinos Sopiadis (1).

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