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OSC mit emotionalem Heimerfolg auf Platz 4

Potsdams Bundesliga-Wasserballer siegen daheim gegen Neukölln 15:13

Das Wasserball-Bundesliga-Spitzenspiel des OSC Potsdam gegen die SG Neukölln bot den knapp 400 Zuschauern im Brauhausberg-Bad alles, was zu einem echten Lokalderby gehört. Am Ende setzte sich der OSC in einer höchst emotionalen Partie mit 15:13 (5:4, 5:2, 3:6, 2:1) durch und schob sich erneut auf den vierten Platz der DWL-A-Gruppe vor. „So will ich meine Jungs sehen“, war OSC-Wasserball-Abteilungsleiter Andreas Ehrl begeistert und lud das Team direkt zum Italiener ein, um den Erfolg gebührend zu feiern. „Gerade die erste Halbzeit haben sie wie aus einem Guss gespielt.“
Nach etwas nervösem Start in beiden Abwehrreihen endete das erste Spielviertel mit einer knappen 5:4-Führung der Hausherren. Dennis Strelezkij schloss gleich den ersten Angriff per Fünf-Meter-Strafwurf zum 1:0 ab, nachdem Center Ferdinand Korbel nur per Foul zu stoppen war. Beim 2:1 vollstreckte Korbel selbst. Auf 3:1 erhöhte Hannes Schulz im Konter und Thilo Popp markierte in Überzahl das 4:2. Korbel traf nach tollem Pass von Reiko Zech zum 5:3.
Im zweiten Viertel schien dann lediglich der OSC zu spielen. Dem Treffer von Strelezkij zum 6:4 folgten vier Tore der Potsdamer, die wie im Rausch einen Konter nach dem anderen setzten und Neukölln regelrecht überschwammen. Erik Miers, Korbel, Christian Saggau und Gabriel Satanovsky erhöhten auf 10:5. Erst kurz vor dem Seitenwechsel schafften es die Berliner noch einen Treffer zu erzielen.
Doch dieser baute Neukölln emotional wieder auf. Zielstrebig und kontrolliert kam die SG aus der Pause und nutze jede Nachlässigkeit in Potsdams Hintermannschaft. Nach nur zwei Minuten im dritten Viertel hieß es plötzlich 10:9, und die Partie war wieder vollkommen offen. Den wichtigen Treffer zum 11:9 markierte Korbel, der sich damit nun schlussendlich auch den Titel „Spieler des Tages“ verdiente. Neukölln ließ sich nicht abschütteln, schloss immer wieder auf einen Treffer auf und die Emotionen kochten hoch. Kurz nach dem 12:10 durch Gabriel Satanovsky nahmen die Nicklichkeiten immer weiter zu. Der OSC behielt insofern die Kontrolle, dass die Gäste nie zum Ausgleich kamen. Indes sorgten in einem offenen Schlagabtausch Reiko Zech (13:11), Satanovsky (14:12) und Strelezkij (15:13-Endstand) für die Vorentscheidung. Knapp eine Minute vor Schluss gab es ein Gerangel zwischen Strelezkij und Neuköllns Center Andreas Schlotterbeck, der zum Ausschluss beider für den Rest der Spielzeit führte.
Der 15:13-Erfolg ließ den OSC mit nun 8:10 Zählern und 90:109 Toren auf den vierten Tabellenplatz klettern, mit hauchdünnem Vorsprung auf den SSV Esslingen (7:11/62:112) und der SG Neukölln (6:12/77:118). „Es bleibt also spannend“, so OSC-Trainer Alexander Tchigir. „Nächsten Sonnabend gilt es aber gegen Spandau eine gute Leistung abzuliefern und uns auf die beiden entscheidenden Spiele vorzubereiten.“ Nach dem Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Wasserfreunde Spandau 04 am Samstag (18 Uhr) folgen die beiden wichtigen Spiele gegen den SSV Esslingen (11.3.) und White Sharks Hannover (25.3.) – also drei Heimspiele im März: Ein Traum für jeden Potsdamer Wasserball-Fan.
Potsdam: Torwart Michael Knelangen, Hatem ElGhannem, Max Kössler, Thilo Popp (1), Erik Miers (1), Dennis Strelezkij (3), Ferdinand Korbel (4), Christian Saggau (1), Gabriel Satanovsky (3), Matteo Dufour, Hannes Schulz (1), Reiko Zech, Marc Langer

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