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Ehrl: „Vierte Endrunden-Teilnahme ist kein Zufall“

OSC Potsdam spielt sich erneut in den Kreis der besten vier deutschen Teams

Zum vierten Mal seit 2012 und im dritten Jahr in Folge nimmt der OSC Potsdam am Final Four des deutschen Wasserball-Pokals teil. Im neuen Düsseldorfer Rheinbad wird die Mannschaft von Trainer Alexander Tchigir am morgigen Freitag (17.15 Uhr) im Halbfinale auf den Favoriten ASC Duisburg treffen, am Sonnabend werden dann die Finalspiele ausgetragen. „Das ist ganz sicher kein Zufall, dass wir uns regelmäßig in den Kreis der besten vier Mannschaften spielen“, sagt Potsdams Wasserball-Abteilungsleiter Andreas Ehrl. „Das spricht für die gute Arbeit hier am Standort, gerade in der Nachwuchsentwicklung.“
Tatsächlich wird der OSC erneut das jüngste Team auf der Pokalendrunde stellen, bei der im zweiten Männerhalbfinale die derzeitigen DWL-Tabellenführer Waspo 98 Hannover und Wasserfreunde Spandau 04 (18.30 Uhr) aufeinandertreffen, während sich in der Damenkonkurrenz die Teams des SV Blau-Weiß Bochum, SV Bayer 08 Uerdingen (16.00 Uhr) sowie SV Nikar Heidelberg und SC Chemnitz 1892 (19.45 Uhr) duellieren. „Wir sind natürlich der klare Außenseiter in diesem starken Feld“, weiß Tchigir. „Aber irgendwann muss es mal mit der Medaille klappen.“ In keiner der vier Endrunden-Teilnahmen konnte der OSC ein Spiel gewinnen, am dichtesten waren die Potsdamer vor zwei Jahren dran, als sie daheim erst nach Fünf-Meter-Werfen gegen den SSV Esslingen 13:14 unterlagen.
„Der erneute Einzug ist schon ein Riesenerfolg, und wir freuen uns riesig auf die Spiele am Wochenende“, sagt OSC-Kapitän Matteo Dufour. „Wir werden wieder alles geben. Vor allem gegen Duisburg sehen wir eine kleine Chance.“
Der Auftritt letzten Sonnabend gegen die mit deutschen Nationalspielern gespickte Mannschaft vom ASC im Potsdamer Brauhausberg-Bad sollte zumindest Mut machen. Nach lange sehr offenem Spiel verlor das Tchigir-Team nach beherzter Partie 9:13. „Soweit waren wir da nicht weg, aber Duisburg war schon einen Tick besser“, räumt Tchigir ein. „In jedem Fall sind die Spiele im Final Four auch noch einmal eine sehr gute Vorbereitung auf die nächsten Wochen.“
Mit dem Auswärtsspiel am kommenden Donnerstag bei den White Sharks Hannover sowie zehn Tage später beim SV Bayer 08 Uerdingen und dem Heimspiel am 25. Februar gegen die SG Neukölln steht die wichtigste Saisonphase der Hauptrunde unmittelbar bevor. „Das sind die Spiele, in denen wir punkten müssen, um vom siebten Tabellenplatz wegzukommen“, so Ehrl. „Beim Pokal können die Jungs befreit aufspielen und Selbstvertrauen tanken.“
Weiterhin krank fehlt zum Final Four Center Hatem El Ghannam, dessen Trommelfellriss aus dem Heimspiel gegen Bayer Uerdingen noch nicht verheilt ist. Der Einsatz von Nationalspieler Reiko Zech ist auch noch fraglich. Er laborierte unter der Woche an einem sehr schweren grippalen Infekt. „Wir werden da kein großes Risiko gehen. Reiko will unbedingt in Düsseldorf spielen, aber wir brauchen ihn eben auch fit in den anstehenden Liga-Aufgaben“, sagt Coach Tchigir.

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