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OSC schlägt sich prächtig gegen Favorit Duisburg

Potsdam mit bestem Saisonspiel und achtbarem 9:13 am Brauhausberg

Am Ende machte einmal mehr Nationalmannschaftskapitän Julian Real den Unterschied aus. Der 27-jährige 200-fache Duisburger Auswahlspieler wurde auch nach dem 13:9-Erfolg des ASC Duisburg gegen den OSC Potsdam am Sonnabend im Brauhausberg-Bad folgerichtig zum „Spieler des Tages“ gewählt. Ansonsten waren tatsächlich keine großen Unterschiede in der Spielstärke des aktuellen DWL-Dritten Duisburg und des Siebten Potsdam auszumachen.
„Das war richtig gut“, urteilte auch der sonst so kritische OSC-Trainer Alexander Tchigir. „Nach unglücklichem Start haben wir toll zurück ins Spiel gefunden und über weite Strecken auf Augenhöhe gespielt. Unser bester Auftritt in dieser Spielzeit bislang.“ Das war sicher so nicht zu erwarten, obgleich sich der OSC tatsächlich viel vorgenommen hatte. „Wir sind ins Wasser gegangen, um zu gewinnen“, war Potsdams Kapitän Matteo Dufour trotz der dramatischen Leistungssteigerung seines Teams im Vergleich zur schwachen Vorstellung beim 12:10-Erfolg vor Wochenfrist gegen Bayer Uerdingen nicht glücklich.
In der Betrachtung mit etwas Abstand sollte die Analyse aber versöhnlich ausfallen. Schließlich spielten sieben Akteure aus dem Duisburger Aufgebot noch vor 17 Tagen beim Weltligaspiel gegen Rumänien, während vom OSC lediglich Dennis Strelezkij dabei war. Und ausgerechnet der 18-jährige Youngster hatte einen bitteren Start gegen den ASCD. Dessen zwei Fehlpässe in den ersten beiden Angriffen des OSC führten zur schnellen 2:0-Führung der Gäste. Gleichzeitig handelte sich der Potsdamer Sportschul-Abiturient direkt einen Ausschluss und Strafwurf ein. „Beim Wasserball ist beim dritten persönlichen Fehler Schluss. Daher mussten wir auf Dennis fast die komplette erste Halbzeit verzichten, um ihn nicht zu früh zu verlieren“, erklärte Tchigir. Nach der Halbzeit konnte er aber vor den Augen von Bundestrainer Hagen Stamm (Berlin) noch glänzen, als er zum Teil spektakulär die Treffer zum 5:7, 8:11 und 9:12 markierte. Auch die anderen Potsdamer Jungs mit Ambitionen auf Einsätze im deutschen Team Reiko Zech (3 Treffer) und Center Ferdinand Korbel (1) wussten zu gefallen.
Nach dem besagten 0:2-Start trafen Zech und Erik Miers zum 2:2-Ausgleich. Spätestens bei den Führungstreffern zum 3:2 (Zech) und 4:3 (Max Kössler) glaubten die 250 Fans an einen möglichen Erfolg und peitschten den OSC nach vorn. Michael Knelangen im Potsdamer Tor vereitelte eine Reihe großer Möglichkeiten und Potsdam spielte in dem attraktiven Match munter mit. Dennoch setzten sich die Gäste schrittweise ab. Nach vier Treffern in Folge der Westdeutschen konnte Strelezkij zum 5:7 einnetzen. Bei den Treffern von Korbel zum 6:9 und Zech zum 7:11 Ende des dritten Viertels war die Begegnung aber schon vorentschieden. Den Schlusspunkt der Partie zum 9:13-Endstand setzte schließlich Duisburgs Julian Real mit seinem vierten Treffer.
Bereits am Freitag treffen die beiden jungen Mannschaften erneut aufeinander. Im Halbfinale des deutschen Pokals wird im Rahmen des „Final Fours“ in Düsseldorf der Finalist gesucht, der dann am Sonnabend gegen den Gewinner des Spiels zwischen Waspo Hannover und Wasserfreunde Spandau 04 um die Trophäe spielt. „Und auch da steigen wir wieder ins Wasser, um zu gewinnen“, macht Dufour klar.
Potsdam: Torwart Michael Knelangen, Florenz Korbel, Max Kössler (1), Thilo Popp, Erik Miers (1), Dennis Strelezkij (3), Ferdinand Korbel (1), Christian Saggau, Gabriel Satanovsky, Matteo Dufour, Hannes Schulz, Reiko Zech (3), Marc Langer

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