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SSVE macht sich drei Viertel lang Mut

Bild: SSVE

4:13-Niederlage gegen Rekordmeister WF Spandau 04

Esslingen – Der SSV Esslingen hat gegen den amtierenden Meister Wasserfreunde Spandau 04 erwartungsgemäß mit 4:13 (2:3, 2:3, 0:2, 0:5) den Kürzeren gezogen: allerdings boten sie dem Profiteam drei Viertel lang die Stirn und gingen mit nur vier Toren Differenz in den letzten Abschnitt.

Gegen die Berliner ins Spiel zu finden und dann auch motiviert dranzubleiben, ist ein nicht immer ganz einfaches Unterfangen. Doch den Esslinger Bundesligawasserballern gelang dies zumindest drei Viertel lang recht gut, vor allem in der Defensive um den starken Torwart Marco Watzlawik kämpfte man erfolgreich gegen die druckvoll agierenden Profis aus der Bundeshauptstadt. SSVE-Trainer Bernd Berger sah daher vor allem in der Offensive Verbesserungspotential: „Drei Viertel waren echt gut, getragen von einer guten Torwartleistung. Leider haben wir unsere super Torchancen in der zweiten Hälfte nicht genutzt.“ Der SSVE ging ohne Erwartungen auf einen Punktgewinn in die Partie und sah diese als Teil der Vorbereitung auf das wichtige Heimspiel am kommenden Samstag (Anpfiff 15.30 (!) Uhr) gegen die White Sharks Hannover: „Die ersten zwei Viertel sind so gelaufen, wie wir es uns vorgestellt haben. Im dritten Viertel hat man schon gemerkt, dass Spandau einfach ein ganzes Spiel ein Niveau halten kann und es konsequent bis zum Ende durchzieht. Dennoch können wir auf die Leistung aufbauen und in der Woche noch an den Defiziten arbeiten“, blickt SSVE-Kapitän und Co-Trainer Heiko Nossek bereits voraus.

In der ersten Minute starteten die Berliner mit ein wenig Glück, als ein Abpraller direkt vor die Nase des vierfachen Torschützen Nikola Dedovic fiel und er den Ball nur noch über die Torlinie drücken musste. Doch die Esslinger Wasserballer ließen sich von diesem schnellen Rückstand im ersten Angriff nicht aus der Ruhe bringen und kamen durch einen schönen Treffer von Rechtsaußen Valentin Finkes zum Ausgleich. In der dritten Minute bediente Heiko Nossek den eingestarteten Robert Roth mit einem schönen Pass, den dieser souverän zum 2:1 verwerten konnte. Vereinzelt hörte man nun „Abpfeifen“ auf der gut besuchten Tribüne des Untertürkheimer Inselbades, doch es sollte natürlich nur eine Momentaufnahme des Spiels bleiben. Allerdings sollte es immerhin bis 73 Sekunden vor dem Viertelende dauern, bis Spandau durch ein Überzahltor zum Ausgleich kam. Eine knappe Minute später die Führung der Gäste zum 2:3-Pausenstand.

In Unterzahl kassierte Esslingen den nächsten Gegentreffer, konzentrierte sich aber weiterhin relativ erfolgreich auf die Abwehrarbeit. Erst Mitte des zweiten Abschnitts der nächste Gegentreffer zum 2:5-Zwischenstand. Doch auch im Angriff suchten die Hausherren ihre Chancen und kamen nach einer Auszeit und einem schönen Anspiel von Valentin Finkes in Überzahl durch Timo van der Bosch zu ihrem dritten Treffer. Spandau stellte zwar den Drei-Tore-Abstand umgehend wieder her, doch noch vor der Pause kam der SSVE durch einen verwandelten Strafwurf von Heiko Nossek zum 4:6 – zugleich der vielversprechende Halbzeitstand.

Die zweite Hälfte gehörte dann jedoch den Berlinern, die kein Esslinger Tor mehr zuließen und im Angriff ein „standesgemäßes“ Ergebnis herstellten. Doch auch im dritten Abschnitt trug die aufwändige Esslinger Abwehrarbeit Früchte, sodass die Spandauer den Vorsprung nur um zwei Tore ausbauen konnten. Im letzten Viertel wechselte der SSVE viel durch, worunter die Stabilität in der Defensive deutlich litt. Am Ende stand ein dennoch akzeptables 4:13 auf der Anzeigetafel.

Für die Esslinger Bundesligawasserballer geht es nun darum, die Fehler und Verbesserungspotentiale zu analysieren und den Mut und das Selbstbewusstsein der ersten drei Viertel in die nächste Woche mitzunehmen, um gut vorbereitet gegen die White Sharks Hannover ins Wasser zu springen. Der SSVE hofft dann auch wieder komplett antreten zu können, so sollte der derzeit angeschlagene Torhüter Florian Pirzer wieder einsatzbereit sein.

Für den SSV Esslingen im Einsatz waren:

Marco Watzlawik (Torwart), Eric Fernandez Rivas, Hannes Rothfuß, ValentinFinkes (1 Tor), Timo van der Bosch (1), Robert Roth (1), Heiko Nossek (1), Vincenzo Inguanta, Robin Finkes, Miro Tadin, Michel Hamann, Konstantinos Sopiadis und Adrian Hausmann (Torwart).

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