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Ende der Durststrecken…

Spandau gewinnt 8:6 in Nizza

Von Wolfgang Philipps

Die internationallen Durstrecken wurden im richtigen Augenblick rechtzeitig beendet: In der Gruppenphase der Champions League setzte sich der deutsche Meister Wasserfreunde Spandau 04 am ersten Spieltag der Gruppe A mit 8:6 (1:1, 2:1, 2:3, 3:1) beim französischen Vizemeister Olympic Nizza Natation durch und holte sich damit nach mehrjähriger Durststrecke den erhofften ersten Auswärtssieg. Die Tore der Berliner teilten sich in der bis in die Schlussphase spannenden Partie Mateo Cuk, Mehdi Marzouki, Nikola Dedovic (alle 2), Marko Stamm und Remi Saudadier.

Spielerisch wird die bis in die Schlussphase spannende Partie allerdings nicht in Erinnerung bleiben: Beide Teams hatten sichtbare Schwierigkeiten, zwingende Torchancen oder Wasserverweise zu erzwingen. Die in der vergangenen Saison nach einer regelrechten Unentschiedenflut sogar komplett sieglosen Berliner werden es im Fazit allerdings verschmerzen können, zumal das Resultat für den weiteren Saisonverlauf auch dramaturgisch perfekt ist: Für den DSV-Vertreter war es der erste Auswärtssieg seit Einführung der Wild Card-Regelung im Jahre 2013, und mit dem Erfolg an der Côte d’Azur werden die international ambitionierten Berliner jetzt länger aussichtsreich im Rennen um Platz drei verbleiben.

In der mehr als torarmen ersten Halbzeit (2:3) ging Wild Card-Neuling Nizza beim 1:0 und 2:1 sogar zweimal in Führung, allerdings drehte Spandau mit einem Doppelschlag noch vor dem Seitenwechsel die Perspektive des Resultats. In der danach auch weiter toramen Partie holten sich dann jeweils die Gäste dann auch jeweils die Führung, gaben diese allerdings mitunter sehr leicht weg. Die Entscheidung zugunsten der Berliner fiel erst in den letzten drei Minuten beim Stande von 6:6, als Nikola Dedovic per Überzahl (29.) und Mateo Cuk 50 Sekunden vor dem Ende in einer Kontersituation trafen.

Die Spandauer Verantwortlichen zeigten sich über den wichtigen Sieg erfreut und werden aus der spielerischen Vorstellung ihre Schlüsse g ziehen: „Wir haben den Anfang ein wenig verschlafen, nicht optimal gespielt und trotzdem gewonnen. Wir sind sehr glücklich über den ersten Auswärtssieg“, sagte Teammanager Peter Röhle. „Wir wussten, dass das hier ein sehr schwieriges Spiel wird. Es ist immer schwer, in Nizza zu spielen“, äußerte sich Trainer Petar Kovacevic, „wir haben gesehen, dass das Spiel erst in den letzten Minuten gewonnen wurde. Man muss hier bis zum Schluß aufmerksam sein“.

Erfreulich aus Spandauer Sicht: Der DSV-Vertreter fuhr trotz der eher fahrigen Partie endlich einmal wieder wichtige Punkte ein: Ärgerlich aus Spandauer Sicht: Kovacevic fing sich in der 27. Minute beim Stande von 5:5 binnen weniger Sekunden erst eine Gelbe und dann auch Rote Karte ein. Dessen Team machte mit dem besagten Doppelschlag danach zwar trotzdem die Auftaktpunkte perfekt, doch der Montenegriner wird damit in der bereits am 10. Dezember bei Italiens Vizemeister AN Brescia anstehenden Auswärtspartie gesperrt seine – diese gilt aus Berliner Sicht als eine weitere Schlüsselbegegnung um eine gute Platzierung in der Gruppe B.

Champions League 2016/2017

Gruppe A, 1. Spieltag in Nizza (Frankreich)

Olympic Nizza Natation (FRA) – Wasserfreunde Spandau 04 (GER) 6:8 (1:1, 1:2, 3:2, 1:3)

Spandau: Laszlo Baksa – Remi Saudadier 1, Lucas Gielen, Mateo Cuk 2, Tobias Preuß, Maurice Jüngling, Mehdi Marzouki 2, Nikola Dedovic 2, Marko Stamm 1, Lukas Küppers 1, Marin Restovic, Spencer Hamby, Tim Höhne. Trainer: Petar Kovacevic

Persönliche Fehler: 4/8

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