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+++ Sharks mit großem Kampf im Derby +++

Zum Schluss gab es viele lächelnde Gesichter auf Seiten der Sharks, welche in ihrem ersten Spiel im heimischen Stadionbad der noch jungen Saison nur als Gäste auftraten. Bei dem Ausrichter WASPO 98 Hannover schaute man hingegen in viele ernste und teilweise auch angefressene Gesichter. 14:10 (3:2,2:3,4:4,5:2) so knapp hatte man in dem nun fünften Jahr Bundesligazugehörigkeit noch nie gegen den Stadtrivalen aus Linden spielen können.
Und auch vor diesem Donnerstagabendderby sprach wenig für ein zuschauerfreundliches und spannendes Spiel. Nachdem die Männer von Waspo 98 auch letztes Jahr erneut frühzeitig im Meisterschaftsrennen ausgeschieden sind, wurde so gut wie das halbe Team neu formiert. Mit zum Teil namhaften Neuzugängen sollen die ambitionierten Ziele nun endlich erreicht werden. Unter den Neuen ist mit Drako Brguljan (als ins Allstarteam gewählter Spieler der olympischen Spiele in Rio) ein absoluter Weltstar der Wasserballszene in das Team des Championsleagueteilnehmers gestoßen. Hingegen dazu mussten unsere Sharks den einen oder anderen Abgang verkraften, welche vor allem durch die eigene erfolgreiche Jugend aufgefangen werden musste.
Als wenn die Unterschiede der beiden Mannschaften nicht schon groß genug wären, mussten unsere Haie nach dem Ausfall von Lukas Deike (Schulterverletzung) auch noch den kurzfristigen Ausfall von Janek Brinkmann verkraften. Zusätzlich kam für die Zuschauer und Mannschaften noch der Umstand hinzu, dass das Stadionbad immer noch einer Baustelle gleicht, so dass allein der Zugang in die Halle nur über Umwege erreichbar war.
Dass den zahlreichen Zuschauern aus beiden Lagern dennoch ein spannendes Spiel geboten wurde, lag dann allem voran an einem couragierten Auftritt unseres Teams, das dem haushohen Favoriten famos Paroli bot.
Nachdem der heute fünffache Torschütze Radovic nach knapp fünf Minuten zum zwischenzeitlichen 3:1 einnetzte, schien der Tabellenführer erstmals davon zu ziehen. Jedoch hielt Vincent Hebisch mit dem Anschlusstreffer zum 2:3 aus Sicht der Haie noch vor dem Ende des ersten Viertels seine Mannschaft in Reichweite.
Im zweiten Viertel setzten die Männer um Trainer Milan Sagat dann weitere Akzente. Zuerst war es Felix Struß, der mit seinem zweiten von drei Treffern an diesem Abend, den Ausgleich bescherte. Später waren es Attila Demir und erneut Hebisch, die die kurzweiligen Führungen des Gastgebers wieder egalisierten. So begaben sich die Teams mit einem leistungsgerechten 5:5 Unentschieden in die Halbzeitpause zum Durchatmen. Nach dem Teilerfolg eines gewonnenen Viertels und einem ausgeglichenen Spielstand zur Halbzeit, wollte man nun auch die zweite Hälfte offen gestalten.
Der Favorit, welcher vor weniger als einer Woche noch den Serienmeister aus Spandau die erste nationale Niederlage seit zwei Jahren(!) beibringen konnte, schien heute wenig gegen eine gut organisierte Abwehr um Nationalkeeper Kevin Götz einzufallen.
Dennoch war es Waspo die in der zweiten Halbzeit erneut in Führung gingen. Doch auch diese wurde postwendend von Paul Hornbostel ausgeglichen.
Jedoch gelang es unseren Sharks wiederholt nicht die eigene Chance auf eine Führung zu nutzen, so dass es wieder einmal der Gegner war, der sich die Führung zurückholte. Durch zwei erfolgreiche Überzahlspiele und einem aus Sharkssicht unglücklichen „eins gegen null“ Konter gerieten unsere Haie erneut ins Hintertreffer. Doch auch dies war alles andere als eine Vorentscheidung. Durch erneut Hornbostel und Marius Frank ging man mit einem achtbaren Zwischenstand von 9:8 ins letzte Viertel.
Und auch nach einem erstmaligen drei Tore Rückstand zu Beginn des vierten Viertels schaffte man mit Struß und Jonas Reinhart vier Minuten vor Spielende erneut den Anschlusstreffer. Zum Schluss war es zwar Waspo vergönnt die letzten Treffer des Spiels zu erzielen, so dass eine unglücklich hohe 14:10 Niederlage zu buche stand. Dennoch stiegen unsere Haie sichtlich zufrieden aus dem Wasser. Achtbar hatte man sich gegen den Topfavoriten auf den Meistertitel geschlagen. Auch daran zusehen, dass der Waspotrainer nur sporadisch durchwechselte und seine aufgestellten Leistungsträger beinahe durchspielten mussten.
Insgesamt war es ein spannendes Spiel für Zuschauer und Spieler auf beiden Seiten und auch wenn unseren Sharks die ganz große Sensation verwehrt geblieben ist, so blickt man dennoch optimistisch auf die kommenden Aufgaben der Saison. Weiter geht es im Achtelfinale des DSV-Pokals auswärts gegen Duisburg 98.
Gegen Waspo im Einsatz waren:
1. Kevin Götz (1.- 32. Minute)
2. Marvin Götz
3. Attila Demir (1)
4. Felix Struß (3)
5. Jonas Reinhart (1)
6. Vincent Hebisch (2)
7. Paul Hornbostel (2)
8. Konstantin Hüppe
9. Marius Frank (1)
10. Alexander Bayer
11. Philipp Dolff
12. Wolf Moog
13. Rafael Nawrat

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