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Zwischenstation Kosice

DSV-Auswahl erstmals nach sieben Monaten wieder im Einsatz

Von Wolfgang Philipps

Nach mehr als siebenmonatiger Spiel- und Denkpause ist die deutsche Nationalmannschaft heute Abend endlich wieder im Einsatz: Beim ersten Auftritt nach der abermals verpassten Olympiaqualifikation gastiert die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) zum Auftakt der diesjährigen Weltliga-Saison in Kosice und trifft dort am ersten Spieltag der Europa-Gruppe A am heutigen Dienstag auf den EM-Dreizehnten Slowakei. Das Anschwimmen in der städtischen Schwimmhalle erfolgt um 19 Uhr, wobei auf deutscher Seite in dem sichtbar verjüngtem Team gleich drei Länderspielneulinge ins Becken steigen werden. Der slowakische Sender 231 überträgt die Partie live.

Vielleicht mehr als jede andere Partie in der deutschen Wasserball-Geschichte läuft der Auftritt im Osten der Slowakei unter dem Titel „Zwischenstation“: Mit Hagen Stamm (Berlin) und Uwe Brinkmann (Hannover) sitzt heute Abend übergangsweise ein versiertes Interimsduo auf der Bank, ehe dann unter den Kandidaten ein neuer Bundestrainer gefunden sein wird. In der Findungsphase befindet sich allerdings auch noch die neue Führungsspitze des deutschen Wasserballs, die nach dem personellen Wechsel vor Wochenfrist aktuell nicht nur vieles klären, sondern auch auf wichtige Entscheidungen Dritter warten muss.

Die internationale Wasserball-Kalender geht allerdings unvermindert weiter, wobei nach gut sechs Europapokal-Wochen nun erstmals wieder die Nationalmannschaften ins Wasser steigen. Für die deutsche Mannschaft ist die Weltliga aufgrund der ebenfalls verpassten WM-Teilnahme eine gute Chance, neue Spieler zu testen. Mit Dennis Strelezkij (OSC Potsdam), Torhüter Christopher Hans (ASC Duisburg) und Nachrücker Lukas Küppers (Wasserfreunde Spandau 04) gibt es in dem deutschen 13er-Aufgebot drei Neulinge. Mit Marko Stamm und Tobias Preuss kommen die ältesten Spieler der Mannschaft zudem erstmals aus dem Jahrgang 1988.

Beim letzten Aufeinandertreffen beider Teams holte sich die deutsche Mannschaft bei den Europameisterschaften in Belgrad (Serbien) in den Platzierungsspielen einen 16:15-Erfolg nach Fünfmeterwerfen, allerdings brachte das Championat für beide Teams kein gutes Resultat. Beim heutigen Wiedersehen in der Heimstätte des sechsmaligen Meisters CH Hornets Kosisce fehlt auf slowakischer Seite mit Martin Famera (ehemals Spandau 04) einer der stärksten Akteure, allerdings sind dafür jetzt Marek Tkac vom angehenden Champions League-Teilnehmer Waspo 98 Hannover sowie Marek Molnar von der SG Neukölln mit dabei.

Vielleicht ein Vorteil: Auf deutscher Seite haben alle 13 Aktiven in der noch jungen Saison nicht nur in der Meisterschaft, sondern auch bei internationalen Spielen bereits Erfahrung sammeln können. Allerdings kämpfen in der DSV-Auswahl nach der gestrigen Anreise über Budapest dafür Jan Obschernikat, Philipp Kalberg und Maurice Jüngling mit den in Deutschland derzeit grassierenden Magen-Darm-Problemen.

Europaweit fällt heute Abend in gleich fünf Hallen der Startschuss des diesjährigen Weltliga-Wettbewerbs. In der Parallelbegegnung der „deutschen“ Gruppe A trifft Olympiasieger und Titelverteidiger Serbien im heimischen Kragujevac auf Rumänien. Wir zuletzt üblich qualifizieren sich aus Europa nur die drei Gruppensieger und ein eventueller Endrundengastgeber für das „Super Final“, das an noch unbekannter Stelle im Juni 2017 mit acht Teams zur Austragung gelangen wird. Angesichts der verpassten WM-Teilnahme und der geringen Endrundenchance gilt es daher die sechs Vorrundenpartien umso intensiver für Tests zu nutzen, so dass Kosice mehr als nur eine Zwischenstation ist.

Team Deutschland

Dennis Eidner, Christopher Hans, Philipp Kalberg, Jan Obschernikat, Julian Real, Moritz Schenkel (alle ASC Duisburg), Mateo Cuk, Maurice Jüngling, Tobias Preuß, Marin Restovic, Marko Stamm, Lukas Küppers (jeweils Wasserfreunde Spandau 04) und Dennis Strelezkij (OSC Potsdam)

Trainer: Hagen Stamm und Uwe Brinkmann
Videotrainer: Dirk Hohenstein
Physiotherapeut: Jan Falzmann
Delegationsleiter: Rainer Hoppe

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