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Weissinger verzichtet auf Schenkel

Axel Haenchen

Mit nur noch 17 Spielern und auch personellen Überraschungen reisen Deutschlands Männer vom 15. bis 20. März zum zweiten großen Vorbereitungslehrgang nach Würzburg. In der alten Wasserball-Hochburg stehen beim Countdown für die alles entscheidende Olympiaqualifikation in Triest (Italien/3. bis 10. April) gemeinsame Trainingseinheiten und Testpartien mit dem ebenfalls noch nicht für Rio de Janeiro qualifizierten EM-Dritten Ungarn auf dem Programm. Höhepunkt dieser vorletzten Maßnahme auf dem Weg nach Triest ist am 19. März ein offizielles Länderspiel gegen den Rekordolympiasieger (18 Uhr, Wolfgang-Adami-Bad).

Gegenüber dem bis gestrigen Donnerstag laufenden Auftaktlehrgang unter der Woche in Berlin hat Bundestrainer Patrick Weissinger (Esslingen) die Spielerzahl für Würzburg erwartungsgemäß etwas verringert und sich zudem bei gleich beiden Torhüterpositionen schon jetzt festgelegt. So wird die DSV-Auswahl mit dem dreimaligen WM-Teilnehmer Roger Kong (Waspo 98 Hannover) als Startsiebenakteur und Tim Höhne (Wasserfreunde Spandau 04) als „Nummer zwei“ in die beiden letzten Maßnahmen gehen und anschließend auch nach Triest fahren.

Die Personalentscheidung dürfte für Diskussionen sorgen: Weissinger verzichtet damit zur allgemeinen Überraschung aus dem Kreis der EM-Teilnehmer frühzeitig auf Moritz Schenkel (ASC Duisburg), der bei der Weltmeisterschaft 2013 in Barcelona (Spanien) und der Europameisterschaft 2014 in Budapest (Ungarn) die überwiegende Mehrzahl der Spielviertel zwischen den deutschen Torpfosten bestritten hatte, und hat damit auf dem Weg nach Triest frühzeitig eine neuralgische Personalie frühzeitig entschieden.

Auf dem Weg nach Triest will Weissinger in Würzburg sowie bei dem nachfolgenden Lehrgang in Nürnberg, wo auch zwei offizielle Länderspiele gegen den WM-Achten Australien auf dem Programm stehen, nun noch weiter an der Feinabstimmung arbeiten. Hier hatte der Esslinger im Januar beim enttäuschenden elften Platz bei der Europameisterschaft in Belgrad sichtbare Defizite ausgemacht. „Wir müssen als Team funktionieren“, gibt der Olympiateilnehmer vom 2004 als Devise aus und will damit im Kampf um die vier letzten Rio-Startplätze die entscheidenden Prozente herausholen.

In Berlin waren zuvor noch 20 Aktive im Einsatz gewesen, wodurch mannschaftsintern noch einmal die Spannung erhöht werden sollte. Zudem standen damit ausreichend Akteure für Testpartien zur Verfügung, da es anders als in Würzburg hier noch keinen Sparringspartner gegeben hat. „Die jungen Spieler haben sich gut präsentiert“, war Patrick Weissinger mit den Eindrücken von Berlin nicht unzufrieden. Für Philipp Kalberg und Ben Reibel ist das Triest-Rennen dennoch vorbei, was einem „Überangebot“ von Spielern auf der linken Angriffsseite geschuldet sei. Hier gibt es anders als noch zu Jahresbeginn mit dem wieder in das Geschehen zurückgekehrten Moritz Oeler zudem einen weiteren Kandidaten.

Team Deutschland

Mateo Cuk, Tim Höhne, Maurice Jüngling, Moritz Oeler, Tobias Preuß, Marin Restovic, Christian Schlanstedt, Marko Stamm (alle Wasserfreunde Spandau 04), Dennis Eidner, Jan Obschernikat, Julian Real, Paul Schüler (ASC Duisburg), Heiko Nossek, Timo van der Bosch (SSV Esslingen), Erik Bukowski, Roger Kong (Waspo 98 Hannover) und Dennis Strelezkij (OSC Potsdam)

Trainer: Patrick Weissinger
Co-Trainer: Dirk Hohenstein
Athletiktrainer: Robert Bollinger
Physiotherapeut: Jan Falzmann
Psychologe: Simon Kohl
Teambetreuer: Thomas Maier

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