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Ein Viertel Wasserball ist beim Spitzenreiter einfach zu wenig

Weiden geht in Potsdam unter

(prg) Die Weidener Bundesligawasserballer erwischten am vergangenen Samstag beim Spitzenreiter in Potsdam einen rabenschwarzen Tag. Die SV-ler führten zwar mit 2:0 und 4:2 im ersten Viertel, das war aber auch alles, was sie an diesem Abend in Brandenburg anzubieten hatten. Die Max-Reger-Städter trafen seitdem fast komplett die verbleibenden drei Spielviertel nicht mehr in das Tor der Hausherren und kassierten 17 Tore in Folge ohne einen einzigen Treffer zu erzielen. Am Ende stand die höchste Saisonniederlage der Weidener Mannschaft mit 22:6 Toren zu Buche.

Platz sechs jetzt sicher
Die einzige positive Erkenntnis aus Sicht der Weidener an diesem Spieltag, ist die parallele Niederlage des SV Cannstatt in Neustadt an der Weinstraße, die den Weidenern sicher den sechsten Rang nach der Hauptrunde bringt und damit ein Heimspiel mehr in der letzten Ligaphase, wenn es um den Klassenerhalt gehen wird.

Die Max-Reger-Städter eröffneten die schwere Partie am Brauhausberg mit einem schnellen Treffer in Überzahl noch vielversprechend. Sean Ryder konnte die Führung kurze Zeit später sogar auf 2:0 ausbauen, ehe die Hausherren mit zwei schnellen Gegenstößen den 2:2 Ausgleich erzielten. Auch die Nächste Überzahl konnten die Gäste zur zwischenzeitigen 3:2 Führung nutzen, bevor Marek Janecek sogar das 4:2 markierte. Noch vor der ersten Viertelpause verkürzten die Potsdamer aus 4:3 und wie es sich später herausstellen sollte, war es der erste Treffer einer 17er Trefferserie, ohne dass Weidens Team selbst ins Potsdamer Tor traf. Die Gäste aus der Oberpfalz verloren ab dem zweiten Spielabschnitt vollständig ihre Linie, wirkten stark verunsichert und konnten auch die wenigen Chancen in Torerfolge ummünzen. Vor allem die aggressive Pressdeckung und schnelle Gegenstöße des Tabellenersten brachte die Mannen um Trainer Wodarz komplett aus dem Konzept: „Wir haben heute gegen einen athletisch weit überlegenden Gegner gespielt. Solange die Kraft noch da war, Tore zu erzielen und damit die Konterangriffe zu vermeiden, konnten wir noch mitspielen, mit zunehmender Spielzeit wurde es immer schwieriger, schließlich wurden wir überrollt. Potsdam war fitter, schneller und athletischer als wir, diesmal hatten wir nichts zu holen. Jetzt sollen wir nur die Nerven nicht verlieren, uns auf das letzte Hauptrundenspiel aber vor allem auf die alles entscheidende Schlussphase der Liga vorbereiten“ sagte der Trainer, beeindruckt durch die konsequente Spielweise des Tabellenführers.

Am kommenden Sonntag gastiert die SG Neukölln Berlin in der Weidener Thermenwelt. Das letzte Spiel der Hauptrunde beginnt um 16,00 Uhr. Für die Weidener ein Spiel, um sich mental zu erholen und versuchen noch den einen oder anderen Punkt zu holen. Auf einem Erfolgserlebnis die weitere Trainingsarbeit aufzubauen, ist die nächste Zielsetzung des Weidener Teams. Weiter geht es dann erst am 30. April, wenn SV Weiden (Tabellen 6.) auf den Tabellendritten (Im Moment Duisburger SV98) im best-of-3 Modus die Zwischenrunde beginnt. Der Sieger bleibt in der Bundesliga und spielt die Endplatzierung aus, die Verlierer der Runde geht in die letzte Play-down Runde um den Klassenerhalt, dann gegen den Tabellen siebten und höchstwahrscheinlich SV Cannstatt.

OSC Potsdam – SV Weiden 22:6 (3:4, 7:0, 6:0, 6:2)
Wasserverwese: Potsdam 4, Weiden 9+1 Strafwurf
Schiedsrichter: Jan Hoffmann, Marian Czempiel
DWL-Spielbeobachter: Jürgen Simon
„Spieler des Tages“: Hannes Schulz (Potsdam)

SV Weiden spielte mit
Vladimir Srajer (1-16) und Mathias Kreiner (17-32),
Alexander Hinz, Louis Brunner, Michael Trottmann, Thomas Kick (1 Tror), Andras Langmar, David Tamas (1), Nikolaj Neumann (1), Marek Janecek (1), Sean Ryder (2)
Trainer Gerhard Wodarz

Deutsche Wasserball-Liga 2015/2016, Hauptgruppe B
Ergebnisse
OSC Potsdam – SV Weiden 1921 22:6

SC Neustadt/Weinstraße – SV Cannstatt 1898 6:3

SG Neukölln Berlin – SC Wedding 1929 9:7

Duisburger SV 1898 – SC Wedding 1929 7:6 (Sonntag)

Tabelle
1. OSC Potsdam 174:107 67 22:4
2. Duisburger SV 1898 121:93 28 18:8
3. SG Neukölln Berlin 128:110 18 18:8
4. SC Wedding 1929 118:90 28 14:12
5. SC Neustadt/Weinstraße 112:109 3 14:12
6. SV Weiden 1921 115:132 -17 10:16
7. SV Cannstatt 1898 89:115 -26 5:19
8. SC Wasserfr. Fulda 1923 87:188 -101 1:23

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