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Deutsche Frauen kämpfen Serbinnen nieder – Männer kassieren erwartete Niederlage

Zum Auftakt erlebten die deutschen Teams bei der Wasserball-EM in Belgrad (SRB) unter den Augen des deutschen Botschafters Axel Dittmann ein Wellenbad der Gefühle. Während die Frauen in einer hochspannenden Partie den Gastgeber Serbien 14:13 (3:5, 3:1, 4:4, 4:3) niederrangen, kassierte die Männer-Auswahl eine weniger überraschende, aber dennoch heftige 5:16-Niederlage (0:2, 1:6, 3:4, 1:4).

Das Frauen-Team um Bundestrainer Milos Sekulic (Krefeld) zeigte einen nervösen Start gegen die Serbinnen, die sich in den letzten Jahren speziell auf dieses Event vorbereitet haben. Nach 6 Minuten lagen die Deutschen bereits mit 1:5 zurück, bevor sie sich über Tore der stark aufspielenden Nachwuchshoffnung Belén Vosseberg und Routinier Claudia Blomenkamp erst Mitte des zweiten Viertels wieder zurückkämpfen konnte. „Es hat etwas gedauert, bis wir uns auf die Linie der Schiedsrichter eingestellt haben,“ so ein erleichterter Bundestrainer nach Spielende. „Die meisten Mädels haben das erste Mal vor so einer Kulisse gespielt.“ In der Tat fanden sich 1.000 lautstarke Fans der Gastgeber in der Halle ein und sorgten für eine teilweise hitzige Atmosphäre.

In der zweiten Spielhälfte entwickelte sich ein regelrechter Schlagabtausch und keine Mannschaft konnte noch einmal auf eine 2-Tore-Führung erhöhen. Erst 21 Sekunden vor Schluss war es erneut Claudia Blomenkamp, die einen Konter erfolgreich abschließen und somit den Sieg perfekt machen konnte. „Umso wichtiger, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Wir haben eine ganz junge Mannschaft, die sich hier im Spiel toll zurückgekämpft hat. Jetzt haben wir den Viertelfinal-Einzug selbst in der Hand,“ so Kapitän Carmen Gelse (Hannover).

Die Herren-Nationalmannschaft erwischte hingegen zum EM-Auftakt nicht den gewünschten Überraschungscoup. „Es war klar, dass wir Italien hier nur mit einem Sahnetag hätten ärgern können – aber den hatten wir heute definitiv nicht,“ sagte Nationaltrainers Patrick Weissinger (Esslingen), der heute sein EM-Debut als Coach feierte. So dauerte es bis tief ins zweite Viertel hinein, ehe Paul Schüler (Duisburg) die Deutsche Sieben erstmals auf die Anzeigetafel brachte. Auch in der Folge zeigte der Olympiazweite Italien, warum sie hier in Belgrad zu recht zu den Titelfavoriten zählen und ließen den Deutschen kaum eine Minute zum Durchatmen. Am Ende stand eine verdiente, wenn auch zumindest einkalkulierte Niederlage zu Buche. „Jetzt heißt es Mund abputzen und am Mittwoch gegen Georgien da weitermachen, wo wir in der Vorbereitung aufgehört haben. Wir wissen, was wir können und lassen uns hierdurch nicht verunsichern,“ gab sich auch Kapitän Julian Real hinsichtlich der kommenden Aufgaben kämpferisch.

Für die deutschen Teams geht es am Mittwochweiter. Diesmal haben es die Frauen mit Titelaspirant Italien zu tun (12:30 Uhr/len.eu), während die Männer bereits zu früher Stunde auf Georgien treffen (09:30 Uhr/len.eu).

14:13

(3:5, 3:1, 4:4, 4:3)

Tore: Claudia Blomenkamp (4), Belén Vosseberg, Claudia Kern, Carmen Gelse (alle 3), Bianca Seyfert

DEUTSCHLAND – ITALIEN

5:16

(0:2, 1:6, 3:4, 1:4)

Tore: Erik Bukowski, Heiko Nossek, Maurice Jüngling, Marko Stamm, Paul Schüler

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