Ein Spiel, das Spannung verspricht
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Spitzen-Gänsehaut-Wasserball in Berlin

Die Metapher vom angeschlagenen Löwen passt genau auf das gestrige zweite Champions-League-Spiel der Wasserfreunde Spandau 04 gegen den griechischen Meister aus Piräus.
Nach einem katastrophalen Start im ersten Viertel lag der deutsche Rekordmeister bereits mit 1:6 Toren im Rückstand. Zum Beginn des Spiels kamen die Berliner mit der aggressiven und schnellen Spielweise der Griechen gar nicht zurecht und wurden förmlich von den Griechen überfahren.
Als es dann aber scheinbar für die Berliner nichts mehr zu verlieren gab, ging im zweiten Spielabschnitt ein erster deutlich spürbarer Ruck durch die Mannschaft von Petar Kovacević, sodass es zur Halbzeit nur noch 7:4 für die Griechen stand. Erik Miers mit einem Überzahltor und Mehdi Marzouki mit zwei sehenswerten Fernwürfen hielten ihr Team noch im Spiel.

Das 3. Viertel gestaltete sich so gut wie ausgeglichen. Kurzzeitig lagen die Berliner wieder 5:10 und 6:11 mit 5 Toren im Rückstand. Beim letzten Seitenwechsel zeigte der Spielstand 7:11 Tore aus Berliner Sicht.
Mannschaftkapitän Marko Stamm trieb in der letzten Viertelpause seine Mannschaftkameraden voller Emotionen an, sie sollten in den letzten acht Minuten des Spiels nochmals alle Kraft mobilisieren, um die drohende Niederlage doch noch abzuwenden. Und so geschah es dann tatsächlich. Mit 4:0 gewannen die Berliner den letzten Abschnitt, erreichten den Endstand von 11:11 und hatten sogar noch in den letzten 20 Sekunden des Spiels den Ball in Besitz und somit auch noch die Möglichkeit das Spiel zu gewinnen.
Abermals erzielten Marzouki und der starke Centerspieler Mateo Cuk in dieser spannungsgeladenen Phase jeweils 2 Tore.
Dass die Berliner im 4. Viertel nicht ein einziges Gegentor hinnehmen mussten, war der herausragenden Leistung von Torwart Laszlo Baksa zu verdanken.
Wie auch im Spitzenspiel der Bundesliga am letzten Samstag, gegen den Titelaspiranten Waspo Hannover, gelang es den Berlinern auch hier gegen Olympiakos einen großen Rückstand mithilfe einer enormen kämpferischen Leistung aufzuholen.
Diese Leistung des Berliner Teams ist besonders beachtenswert, da sich die deutsche Nationalmannschaft noch vor einigen Wochen, während eines Freundschaftsturniers in Genua (Ita) gegen dieses Team, das ja bekanntlich nahezu identisch mit der griechischen Nationalmannschaft ist, mit 6:14 hatte geschlagen geben müssen.
Kovacević lobte sein Team bezüglich seines positiven Teamspirits. Trainer, Team, Unterstützer und Fans können zurzeit zuversichtlich in die Zukunft und speziell auf die nächsten Champions-League-Spiele schauen. “Wir sind so leistungsfähig, um in der Spitze des europäischen Vereinswasserballs mitspielen zu können und dort auch Punkte zu erzielen. Wir werden wirklich alles daransetzen, um in der laufenden Saison für weitere Überraschungen zu sorgen“, so der Coach.

Die nächsten Spiele:
28.11.2015 Jadran Herceg Novi (Mne) – Wasserfreunde Spandau 04
12.12.2015 Wasserfreunde Spandau 04 – Primorje Rijeka (Cro) – 16:00 Uhr

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