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SSVE ohne Probleme ins Viertelfinale

Wasserball: Klare Heimsiege gegen Neustadt – Viertelfinale gegen Bayer Uerdingen

Esslingen – Der SSV Esslingen ließ in der Best-of-Five-Serie gegen den SC Neustadt keinen Zweifel daran, wer ins Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft einziehen und damit auch in der kommenden Saison in der A-Gruppe der DWL spielen wird. Nach dem Auswärtssieg vor einer Woche folgten zwei klare Heimsiege mit 25:11 (7:3, 8:3, 3:2, 7:3) und 17:9 (4:2, 5:1, 4:3, 4:3) im Merkel´schen Bad.

Ein erfolgreiches Wochenende liegt hinter den Bundesligawasserballern des SSV Esslingen. Nach zwei weiteren Siegen gegen den SC Neustadt ist das Viertelfinale erreicht und damit auch die Zugehörigkeit zur A-Gruppe der Deutschen Wasserball Liga für eine weitere Saison gesichert. „Wie erwartet sind wir in drei Spielen eine Runde weitergekommen“, so SSVE-Trainer Bernd Berger. „Wir werden uns jetzt auf Bayer Uerdingen vorbereiten, denn unser Ziel ist das Halbfinale.“ Doch die beiden Spiele im Ausweichquartier Merkel´sches Bad waren noch mehr: ein Plädoyer für die Reform hin zu einem kleineren Spielfeld. Speziell am Samstag mit insgesamt 36 Toren war es ein Spektakel für die Zuschauer mit vielen tollen Treffern und ohne das verzichtbare Mittelfeldgeplänkel. In der diesjährigen Weltligarunde wurde das 25 Meter-Feld bereits getestet, was die derzeitige 30 Meter-Länge ersetzen soll. Bei einem kürzeren Spielfeld halten sich die Spieler mehr dort auf, wo es für den Zuschauer spannend ist: vor den Toren. Auch ein Vergleich mit anderen Sportarten zeigt, dass das Wasserballfeld mit seinen aktuell 30 x 20 Metern überdimensioniert ist: ein Basketballfeld ist 28 x 15 Meter groß, ein Handballfeld 40 x 20 Meter. Wohlgemerkt: beides Land-Sportarten.
Mit acht Treffern in zwei Spielen erfolgreichster Schütze seines Teams war Linkshänder Hannes Glaser. Der Nationalspieler wurde auch beide Male mit dem Titel „Spieler des Tages“ geehrt: „An beiden Tagen war das eine geschlossene Mannschaftsleistung. Am Sonntag haben wir auch ohne Heiko Nossek bewiesen, dass wir das Niveau halten können. Das Viertelfinale zu erreichen war ein Schritt zum großen Ziel, dem Erreichen des Halbfinales. Gegen Uerdingen wird es kein leichter Weg, aber wir haben in den Spielen gegen Bayer bewiesen, dass wir uns nicht verstecken müssen, vor allem zuhause“, blickt der 22jährige schon auf den nächsten Gegner voraus.

Am Samstag kam der SSVE zunächst etwas behäbig in die Partie. 0:2 stand es bereits, ehe Michael Müller in Überzahl in der fünften Spielminute den ersten Esslinger Treffer erzielte. Erneut in Überzahl traf Hannes Glaser wenig später auf Zuspiel von Robert Roth zum Ausgleich. Der Routinier zeigte sich in der Folgezeit selbst torgefährlich und konnte zum ersten Pausenstand von 7:3 drei Treffer beisteuern.
Im zweiten Abschnitt machten die Esslinger da weiter, wo sie im ersten Viertel aufgehört hatten: beim Toreschießen. Mit je einem Doppelpack in diesem Viertel waren Heiko Nossek, Joshua Stedman und Valentin Finkes erfolgreich und mitverantwortlich für einen deutlichen 15:6-Halbzeitstand.
Die fünfminütige Pause schien den SSVE-Spielern nicht gut getan zu haben, starteten sie doch wie zu Beginn der Partie mit einem 0:2. Allerdings sorgten die beiden Kontertore von Hannes Glaser und Mike Troll sowie ein Überzahltreffer von Heiko Nossek dafür, dass der SSVE auch dieses Viertel gewinnen konnte.
Im letzten Abschnitt lief die Esslinger Tormaschine dann wieder wie geschmiert und durch weitere erfolgreiche Überzahlspiele wurde die 25-Tore-Marke erreicht. Und auch einige weitere Kontertore zeigten, dass selbst auf dem kurzen Spielfeld ein schnelles und direktes Spiel erfolgreich sein kann.

Sonntags musste das Esslinger Team ohne Heiko Nossek auskommen, der aus persönlichen Gründen fehlte. Doch die Mannschaft meisterte das Fehlen ihres Kapitäns und Top-Torschützen problemlos beim 17:9-Erfolg. Der Start in die Partie gelang im Vergleich zum Vortag besser und so stand es nach knapp drei Minuten nach Toren von Robert Roth und Mike Troll bereits 2:0. Hannes Glaser und Michael Müller erzielten bei zwei Gegentreffern die Tore zum 4:2-Pausenstand.
Mit Michael Müller und Robert Roth waren es die erfahrenen Stammkräfte des SSVE, die Verantwortung übernahmen und mit ihren Treffern früh dafür sorgten, dass keine Zweifel an einem Sieg der Gastgeber aufkommen sollten. Wie schon am Vortag zeigte auch Esslingens zweiter Centerspieler Novak Zugic seine Torgefährlichkeit: der 20jährige war in diesem Viertel einmal selbst erfolgreich und erkämpfte sich durch eine weitere Aktion einen Strafwurf, den Hannes Glaser souverän zum 9:3-Halbzeitstand verwandelte.
Im dritten Abschnitt bauten die Esslinger Wasserballer ihre Führung bis auf 13:3 aus, ehe die Gäste drei Tore in Folge erzielen und Ergebniskosmetik betreiben sollten. Auch der letzte Abschnitt endete ergebnistechnisch mit 4:3 eher ausgeglichen, aber der SSVE-Sieg stand bereits längst fest.

Durch den Erfolg in der Best-of-Five-Serie nach bereits drei Spielen haben sich die Esslinger ein zusätzliches freies Wochenende verschafft. Weiter geht es mit den Viertelfinalspielen gegen Bayer Uerdingen, die nach der Hauptrunde auf Platz 4 lagen. In der Best-of-Three-Serie hat der SSVE zunächst im vereinseigenen Freibad auf der Neckarinsel Heimrecht (Spieltermin 1. oder 2. Mai), ehe die Entscheidung um den Einzug unter die letzten Vier dann am darauffolgenden Wochenende in Krefeld fallen wird.

Für den SSV Esslingen im Einsatz waren:
Marco Watzlawik (Torwart), Konstantinos Sopiadis, Lars Hechler (nur So.), Hannes Rothfuß (2 Tore Sa. / 1 Tor So.), Valentin Finkes (3/0), Joshua Stedman (3/2), Robert Roth (3/3), Heiko Nossek (nur Sa., 5), Michael Müller (1/3), Christopher Meinhold (nur Sa.), Filip Zugic (nur So., 1), Novak Zugic (1/2), Mike Troll (2/2), Hannes Glaser (5/3) und Stephen White (Torwart).

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