Das letzte Spiel der Hauptrunde gegen den SC Neustadt
24. März 2015
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25. März 2015
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SCN kehrt punktlos zurück

OSC Potsdam vs. SC Neustadt 21:9 (6:1/7:3/5:1/3:4)

SC Wedding Berlin vs. SC Neustadt 13:7 (3:3/3:0/2:2/5:2)

Der SC Neustadt hat beim Doppelspiel-Wochenende in Potsdam und Berlin zwei schmerzliche Niederlagen einstecken müssen. Letztendlich hat die Mannschaft nach vielen individuellen Fehlern und Mängeln im Spielsystem mit der gezeigten Leistung anders als in der Vorwoche in Plauen diesmal aber auch keine Punkte verdient gehabt.
Immerhin wurde mit 59 bzw. 55 Einträgen der Platz auf dem Spielprotokoll voll ausgenutzt.

Mit Stefan Ehrenklau (Rippenprellung vom Plauen-Spiel) und Barnabás Albert (Sperre) fielen von vornherein zwei Spieler aus. Zudem mussten der eigentlich eingeplante Bojan Matutinovic und der zumindest im Sonnabendspiel gesperrte Trainer Dragan Matutinovic aus familiären Gründen kurzfristig nach Kroatien zurückreisen.

Aus diesen Gründen rückte Nachwuchsspieler Matthias Roth erneut in den Kader und Team-Manager Michael Heinz übernahm die Leitung an der Seitenlinie. Nach dem „Ausschluss mit Ersatz“ gegen Kevin Oliveira in der Partie gegen Potsdam rückte der 50-Jährige dann sogar als Spielertrainer selbst in die Mannschaftsaufstellung gegen den SC Wedding in Berlin und ist damit wohl der älteste aktive DWL-Spieler.

Das Spiel gegen Potsdam offenbarte von Beginn an die derzeitigen Leistungsstände der beiden Teams.
Die Potsdamer führten nach gut fünf Minuten bereits mit 5:0 und auch nach ihren ersten eigenen Treffern fanden die Neustadter nicht mehr richtig ins Spiel, da der OSC munter nachlegte. Hier ließ die Neustadter Mannschaft ihre gefürchtete Stärke in der Defensive gänzlich vermissen, teilweise sahen die erfolgreichen Angriffsspiele des Gastgebers identisch aus. So kam beispielsweise Hannes Schulz, später „Spieler des Tages“, zu fünf Treffern, als er sich aus dem Rückraum abschließend praktisch die Ecke aussuchen durfte.

So hatte dann auch Torhüter Michael Knelangen schweren Stand im Neustadter Tor und tauschte in der Halbzeitpause mit bereits dreizehn Gegentreffern mit Ábel Müller. Dort war Fernando Mongrell bereits nur noch Zuschauer, da er als Centerverteidiger dreimal hinausgestellt worden war.
Die Neustadter zeigten lediglich bei den fünf Toren aus dem Spiel heraus und den vier Treffern in Überzahl ihre Qualität und konnten zumindest das letzte Viertel noch für sich entscheiden.
Ansonsten waren die Potsdamer Wasserballer an diesem Abend im altehrwürdigen, etwas dunklen Brauhausberg-Bad die schwimmerisch bessere und druckvollere Mannschaft, sie waren im Spiel einfach körperlich präsenter als die teils müde wirkenden Neustadter.

Im Hotel am neuen Berlin-Brandenburg-Flughafen BER und nahe dem Flughafen Berlin-Schönefeld erholte sich die Mannschaft für die wichtigere Sonntagspartie beim SC Wedding. Da diese für einen Sonntag erst spät um 16:30 Uhr angepfiffen wurde, gab es für das Team noch die Gelegenheit eine gemeinsame Tour durch Berlin zu machen.

In diesem Spiel zeigten sich aber erneut die derzeitigen Schwächen, die nun intern angesprochen wurden und behoben werden sollen. So konnten auch die Berliner die ersten Treffer erzielen, die die Neustadter bis zum ersten Pausenpfiff noch ausgleichen konnten. Dem 3:3 folgten im zweiten Viertel allerdings nur Berliner Tore, da die Neustadter ihre Möglichkeiten nicht nutzten. Nach dem 5:6-Anschlusstreffer (19.) durch Mannschaftskapitän Matthias Held im dritten Viertel konnte der SCW in Überzahl das 5:7 nachlegen. Hiernach kam der letzte mögliche Knackpunkt des Spiels: Nach einer Rolle gegen Martin Görge, nachdem diesem ins Gesicht geschlagen worden war, überstanden die Neustadter ein Unterzahlspiel und konnten sich selbst ein Überzahlspiel in einem der folgenden Angriffe erarbeiten. Doch dieses wurde erneut fahrlässig vergeben und im Gegenzug fiel das 8:5 der Heimmannschaft durch Marton Sarosi, später wie am Vortag gegen Leimen/Mannheim (15:6) zum „Spieler des Tages“ gekürt aufgrund je sechs eigener Treffer.
Hinzu kamen viele Hinausstellungen aufgrund von einfachen, persönlichen Fehlern. So dezimierten sich die Neustadter mit fortschreitender Spieldauer immer mehr und nacheinander gesellten sich zu den mit Rolle gesperrten Oliveira und M. Görge noch Huston Middlesworth, Oliver Görge und Dávid Csente hinzu. Am Schluss spielten Ersatztorwart Müller und Nachwuchsspieler Roth nebeneinander im Feld, während auf der Bank einzig und allein noch Allrounder Michael Heinz verblieben war.

Im Behinderten-Schwimmbad des SC Wedding machte auch ein tiefer Sonnenstand den Spielern zu schaffen. Letztlich kamen die Hausherren mit den Bedingungen besser klar und sicherten sich zwei wichtige Punkte.
Dennoch ließ dieses Spiel das DWL-Niveau vermissen und glich eher einem Aufeinandertreffen „Not gegen Elend“, nachdem beispielsweise im Spiel auf beiden Seiten einfache Pässe ohne Bedrängnis einfach im Seitenaus landeten und Schüsse die Gehäuse um Meter verfehlten.

Nach diesem Wochenende sind die Pfälzer nun auf dem vierten Platz gelandet. Am kommenden Samstag wird die Mannschaft in Krefeld versuchen, einen guten Hauptrundenabschluss hinzulegen.

So spielten Sie (Sa+So):
Michael Knelangen (TW, 2/4+4/4) – Michael Heinz (nur Sonntag), Dávid Csente, Jorge Mongrell, Huston Middlesworth (0/1), Laurence Tummings (1 Tor am Samstag/ 1 Tor am Sonntag), Fernando Mongrell (0/1), Kevin Oliveira (nur Samstag, 3), Ábel Müller (TW, Samstag 2/4; Sonntag im Feld), Oliver Görge, Martin Görge (3/1), Matthias Roth, Matthias Held (2/3).

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