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Keine Punkte für die Münchner

Am vergangenen Wochenende entgehen die Wasserballer der SG Stadtwerke München in Fulda nur knapp einer „Zu-Null-Niederlage“ und verlieren auch das Derby in Würzburg.

„Bei solch einem Spiel ist es furchtbar, Torhüter zu sein. Ich hatte mir nach dem dritten Viertel schon überlegt, auch mal mit nach vorne zu schwimmen und auf das Tor zu schießen. Schlimmer hätte ich es auch nicht mehr gemacht“, resümierte der sichtlich genervte Münchner Schlussmann Robert Idel kurz nach dem Abpfiff am Fuldaer Beckenrand. „Wir haben als Team geschlossen verteidigt und geschlossen das Tor nicht gefunden“, fügte Marko Polunić geknickt hinzu.

In der Tat erlebten die Münchner ein bitteres Wochenende, wobei die Tatsache, dass man die ersten beiden Niederlagen der Saison hinnehmen musste, alleine noch kein Drama gewesen wäre. Aber das „Wie“ wird die Wasserballer aus der bayerischen Landeshauptstadt noch lange beschäftigen. Denn eigentlich lief es nicht schlecht. Die Münchener hielten den Fuldaer Angriffswellen sicher stand und ließen wenige Chancen zu. Fulda traf zweimal aus Überzahl, brachte jedoch sonst fast nichts zustande. „Aber was nützt einem die Tatsache, dass man nur drei Tore zulässt, wenn man selber keins macht“, fasst Spielertrainer Ivan Mikić die erste Halbzeit zusammen. Münchens Angriffe, teils hastig, teils unkonzentriert, meist uninspiriert und müde vorgetragen, ließen in der ersten Halbzeit alles vermissen, was sich die Jungs von der Isar vorgenommen hatten.

Mikić stellte nach einer motivierenden Halbzeitansprache auf volle Offensive, doch es passierte nahezu nichts. Fulda kam zu weiteren Chancen und Toren, München traf die Latte, den Pfosten, scheiterte an Fuldas gut aufgelegten Torhüter oder schoss meterweit am Tor vorbei. „Ein furchtbarer Tag“, resümierte Münchens Scharfschütze Ignacio Marian de Diego. Einziger Lichtblick war am Ende die Tatsache, dass man die Schmach eines „Zu-Null-Spiels“ mit dem 8:1 Anschlusstreffer von Matthias Krimphove immerhin vermeiden konnte. Schließlich gelang Marko Ristić auch noch ein Treffer, sodass das 9:2 (1:0; 2:0; 4:0; 2:2) Endergebnis nicht vollends furchtbar zu lesen war.

Einen Tag später wollte man alles besser machen. Im „4-Punkte-Spiel“ gegen Tabellennachbar Würzburg verlangte Spielertrainer Mikić „Einsatz, Konzentration und Leidenschaft“ und erlebte eine ruppige erste Halbzeit, die von vielen Hinausstellungen und zwei zerrissenen Kappen auf Münchner Seite geprägt war. Würzburg ging früh mit 5:2 in Führung, München kämpfte sich heran und hatte einen Punkt in greifbarer Nähe, als 16 Sekunden vor Schluss Würzburg in Überzahl zum 7:6 (3:1; 2:3; 0:1; 2:1) Endstand traf.

Doch Zeit, die Köpfe in den Isarsand zu stecken, bleibt den Landeshauptstädtern nicht. Schon an diesem Sonntag, 22.03.2015 um 10:30 Uhr, zum Auftakt des Münchner Wassersportfestivals im Olympiabad, werden die Münchner Wasserballer erneut gegen Fulda antreten. „Wo wir alles besser machen können, was wir am Wochenende falsch gemacht haben“ kündigt Mikić am Rande eines TV-Auftrittes bei München TV selbstbewusst an. Der Eintritt zum Münchner Wassersportfestival und zum Heimspiel der Wasserballmannschaft der SG Stadtwerke München ist frei. Die Mannschaft freut sich über zahlreiche Unterstützung auf den Rängen.

Samstag, 14.03.15

SC Wasserfreunde Fulda – SG Stadtwerke München 9:2 (1:0; 2:0; 4:0; 2:2)

SG Stadtwerke München: Robert Idel (TW) – Bernd Metzler, Savvas Valsamakis, Niklas Trommer, Matthias Krimphove (1 Treffer), Anton Spanjol, Ivan Mikić, Marco Ristić (1), Eric Valentines, Jan Krollmann, Ignacio Marián de Diego, Marko Polunić

Sonntag, 15.03.15

SV Würzburg 05 – SG Stadtwerke München 7:6 (3:1; 2:3; 0:1; 2:1)

SG Stadtwerke München: Robert Idel (TW) – Bernd Metzler, Savvas Valsamakis, Niklas Trommer, Matthias Krimphove, Anton Spanjol, Ivan Mikić, Marco Ristić (2 Treffer), Eric Valentines, Jan Krollmann, Ignacio Marián de Diego (4), Marko Polunić

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