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Neustadt gewinnt das Derby

SC Neustadt vs. SGW Leimen/Mannheim 14:9 (5:0/6:2/1:2/2:5)

Die 1.Mannschaft des SC Neustadt hat sich im Kurpfalz-Derby zwei weitere Zähler geholt. Im letzten Heimspiel der Hauptrunde zeigte das Team nach einem souveränen Start allerdings die wohl schlechteste Saisonleistung.

Ohne die drei Stammspieler B. Matutinovic (beruflich verhindert), M. Görge (Sperre) und D. Csente (Schulterverletzung) ging die Mannschaft in die vermeintlich leichte Partie gegen die Spielgemeinschaft Wasserball Leimen/Mannheim.
Nach knapp zweiminütigem Aufwärmen gelang Laurence Tummings der erste Neustadter Treffer, indem er sich gegen seinen Gegenspieler durchsetzte und den Gäste-Kapitän und Torwart Pierre Hilbich zum ersten Mal überwand.

SCN-Kapitän Matthias Held verwandelte einen Strafwurf sicher zum 2:0, ehe Albert, Görge und Middlesworth weitere Treffer für die Pfälzer bis zum 5:0-Viertelende hinzufügten. Nach dem ersten Treffer der Nordbadener bauten Held und Oliveira die Führung weiter aus, lediglich durch einen Strafwurf gelang dem Tabellenletzten der B-Gruppe ein weiterer Treffer zum 8:2 (14.) US-Boy Huston Middlesworth setzte mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend den 11:2-Schlussstrich unter die erste Hälfte des Spiels. Hier hätten alle schon nach Hause gehen können, doch anders als im Boxen gibt es im Wasserball keinen K. o., sondern das Spiel dauert mindestens seine vier Viertel à 8 Minuten.

So gelang den Leimenern nach dem Seitenwechsel zunächst in Überzahl das dritte Tor, dem sie das vierte gleich folgen lassen konnten. Den Neustadtern kamen hingegen in den eigenen Angriffsbemühungen die Spielübersicht und Konzentration abhanden. Viele eigensinnige Abschlüsse waren ein sicheres Gut für den Mannheimer Schlussmann.
Lediglich Käpt’n Held wollte sich davon nicht anstecken lassen und sorgte für einen Treffer in Überzahl. Später wurde er zurecht zum „Spieler des Tages“ gekürt.

Im letzten Viertel kamen Nachwuchsspieler Matthias Roth und Jugendspieler Johannes Weigert sogar gleichzeitig zum Einsatz. Doch auch mit ihnen gab es keine Verbesserung mehr im Spiel für die rund 200 Zuschauer im Neustadter Stadionbad zu sehen, die die Halle diesmal wieder super ausfüllten, darunter auch Neustadts Oberbürgermeister Hans Georg Löffler, der Vorsitzende der Fachsparte Wasserball im DSV Hans-Jörg Barth und ein Filmteam des Rhein-Neckar Fernsehens.
Es folgten zwei weitere Treffer der nordbadischen Kombinierten, die sich fast in Bestbesetzung so teuer wie möglich verkaufen wollten und dies auch taten.
Dann folgte der Auftritt von Barnabás Albert: Erst schoss er sein zweites Tor, dann musste er im Gegenangriff mit der üblichen 20-Sekunden-Zeitstrafe in die Strafecke (28.). Leimen/Mannheim münzte die Überzahl in ein weiteres Tor um. Keine Minute später traf Albert erneut, doch der Zweikampf mit dem Gegenspieler ging weiter und die unparteiischen Schiedsrichter -Mauss und Hägler pfiffen souverän und hatten bislang alles im Griff- werteten eine Kopf/Armbewegung als Tätlichkeit, sodass das Neustadter Kraftpaket mit einem „Ausschluss mit Ersatz für 4 Minuten“ komplett vom Feld flog und sein Team mit Unterzahl bis Spielende in die verbleibenden gut dreieinhalb Minuten schickte. Den fälligen Strafwurf verwandelte der Derby-Konkurrent (29.).
Neustadt erkämpfte sich teilweise den Ball in der Abwehr, doch war von der Souveränität der 1.Halbzeit nichts mehr zu sehen. Letztendlich gelang es Mannheim nur einmal, die dauerhafte Überzahl für einen weiteren Torerfolg zu nutzen, das 14:9 (31.) war dann doch aber kein deutliches Spielergebnis mehr, wie es die allermeisten Protagonisten wohl erwartet hatten. Was bringt es dem Sport auch, wenn der Aufsteiger nach einem ernüchternden 2:15 in Plauen von den Krefeldern mit 4:30 einfach nochmal die doppelte Packung einstecken muss?
Die Neustadter ließen in Anbetracht der anderen Resultate -Krefeld, Potsdam und Plauen siegten im Gleichschritt- zwar die Chance auf ein verbessertes Torverhältnis liegen, doch der Sieg und die zwei Punkte sind den Neustadtern nicht mehr zu nehmen und die Tabellenführung in der B-Gruppe wurde abermals verteidigt, die die Neustadter nun schon satte zwei Monate inne haben.

Bei den nun anstehenden Auswärtspartien in Laatzen (28.Februar), Plauen (15.März), Potsdam (21.März), Wedding (22.März) und Krefeld (28.März) hat die Mannschaft von Coach Dragan Matutinovic die Chance, seine wahre Stärke den lauernden Konkurrenten um die Playoff-Plätze zu zeigen und sich eine möglichst gute Ausgangsposition zu erspielen.

So spielten Sie:
Knelangen, Müller (beide TW, 2/2 Viertel) – Ehrenklau, Oliveira (2 Tore), J. Mongrell, Middlesworth (2), Tummings (1), F. Mongrell, Albert (3), O. Görge (1), Weigert, Roth, Held (5).

Bericht: Matthias Roth

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