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Das Spitzenspiel der besonderen Art

Die Deutsche Wasserball-Liga (DWL) bietet an diesem Wochenende lediglich eine Nachholpartie der A-Gruppe, doch diese hat es in sich: Im Duisburger Schwimmstadion trifft am Sonnabendnachmittag Tabellenführer ASC Duisburg (derzeit 16:0 Punkte) im aktuellen Spitzenspiel des Oberhaus auf den direkten Verfolger Waspo 98 Hannover (15:1), so dass an der Wedau der „Hinrundenmeister“ gekürt werden wird. Das Anschwimmen zu dieser Nachholpartie des siebten Spieltages steigt um 16 Uhr.

Die Partie verdient alleine schon ob des Szenarios einen Platz in den Annalen: Erstmals seit 1992 geht es zu einem fortgeschrittenen Saisonzeitpunkt in einem direkten Vergleich um die Tabellenführung, an dem Rekordmeister Wasserfreunde Spandau 04 nicht direkt beteiligt ist: Die Berliner konnten in der Hinrunde weder in Duisburg (4:6) noch in Hannover (5:5) gewinnen und liegen daher aktuell mit 15:3 Punkten hinter der Konkurrenz aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen nur in Lauerstellung, würde im Falle einer Waspo-Niederlage aber erstmals seit dem zweiten Spieltag zumindest wieder auf Rang zwei rücken.

Für die Hausherren hat die Partie zudem bereits einen „Matchball“-Charakter: Im Falle eines doppelten Punktgewinns wäre der Sieben von Trainer Arno Troost nach Siegen in beiden Spitzenspielen neben der behaupteten Tabellenführung zudem auch Rang zwei der Tabelle nur noch schwerlich zu nehmen, was den Duisburgern dann zumindest im Halbfinalserie der Play-offs den erhofften Heimvorteil brächte. Die besagte Punkteteilung zwischen Hannover und Spandau würde dann zumindest eines der beiden Teams am Ende auf Rang drei bugsieren, sofern es nicht auch beim Rückkampf in Berlin ein Unentschieden gibt oder Duisburg sich einen Patzer gegen einen der Außenseiter leistet.

Sportlich stehen die Zeichen aktuell nicht so gut wie erwünscht: Die ausgiebigen Nationalmannschaftsauftritte mit gleich sechs Länderspielen in Bremen, Ede, Den Haag (beide Niederlande) und Istanbul (Türkei) haben die Vorbereitungen beider Teams auf dieses Spitzenspiel sichtbar gestört, und auch sonst spielen die spielerischen Kritiken nicht grade üppig aus. Hannover konnte nach dem Jahreswechsel alle drei Partien gewinsssen, allerdings waren die spielerischen Vorstellungen nicht nach dem Geschmack von Trainer Karsten Seehafer. Duisburg ist in der Liga weiterhin ohne Punktverlust, musste am zweiten Januar-Wochenende auswärts bei Spandau 04 allerdings das Pokal-Aus verzeichnen.

In der vergangenen Saison konnte beide Teams ihre Heimspiele mit jeweils einem Treffer Vorsprung gewinnen. Die späteren Play-off-Duelle brachte in der Gesamtserie einen 3:1-Führung der Duisburger neben einem kontroversen Ende der entscheidenden vierten Partie, so dass bei der Neuauflage für Spannung und Diskussionsstoff gesorgt sein dürfte.

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