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SVC in Chance

Keine Chance hatte der SV Cannstatt gegen den Tabellenführer der Deutschen Wasserball-Liga ASC Duisburg. Die Schwaben unterlagen mit 4:12 (0:3; 2:1; 0:4; 2:4) und fielen damit auf den siebten Tabellenplatz der A-Gruppe zurück. Den SVC trennt nur ein Punkt vom vierten Platz, allerdings weisen die Cannstatter das zweitschlechteste Torverhältnis des Quartetts aus SVC, Bayer Uerdingen, White Sharks Hannover und SSV Esslingen auf.
Licht und Schatten lagen beim SVC gegen die Duisburger „Amateure“ dicht beisammen. Die Cannstatter konnten nur im zweiten Spielviertel wirklich überzeugen und überraschten den Tabellenführer, als sie aus einem 0:3 Rückstand ein 2:4 machten und bei einem 5m-Strafwurf sogar noch die Chance auf den Anschlusstreffer hatten. Kapitän Marvin Thran scheiterte aber an ASCD-Torhüter Moritz Schenkel. Das schien der Weckruf für die Westdeutschen zu sein: Der Tabellenführer drehte danach auf und zog unwiderstehlich auf 10:2 davon – die Entscheidung.
Mit entscheidend: Die Cannstatter konnten von 8 Überzahlchancen nur 1 verwerten, ließen sich immer zu viel Zeit und gaben dadurch der ASC-Abwehr die Möglichkeit sich zu formieren. Aber auch im normalen Angriff entwickelten die Cannstatter zu wenig Druck, leiteten zu selten Konter ein, obwohl sie mit Anschwimmer Atila Beretka den offensichtlich schnellsten Mann im Becken hatten. Im Gegensatz dazu der ASCD, der seine Überzahlchancen konsequent ausspielte und mehrmals mit dem Zeitpunkt abschloss, an dem der SVC-Spieler wieder auf das Spielfeld kam.
Beim SVC überzeugten vor allem die Routiniers. Im Feld ist Ex-Nationalspieler Florian Naroska nicht wegzudenken. „Florian ist derzeit nicht ersetzbar“, bemerkte SVC-Trainer Jürgen Rüdt. Ebenso stark: SVC-Torhüter Florian Pirzer. Er brachte mit seinen Paraden die Duisburger Angreifer immer wieder zur Verzweiflung und hielt auch einen 5m-Strafwurf. Lohn: Die Wahl zum „Spieler des Tages“.
SVC-Trainer Jürgen Rüdt machte als entscheidenden Faktor die Leistungsdichte der Duisburger aus. „Bei uns muss die Stamm-Sieben praktisch durchspielen. Als Arno (Troost – Trainer des ASCD; Red.) jeweils 5 Spieler wechseln konnte ohne Leistungsabfall war ich schon neidisch.“
Tore SV Cannstatt: Miro Tadin (2), Timo van der Bosch, Marvin Thran.

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