SSVE dank Siegtreffer in letzter Sekunde unter den besten Vier

Krefeld verpasst Einzug ins Pokalhalbfinale knapp
11. Januar 2015
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SSVE dank Siegtreffer in letzter Sekunde unter den besten Vier

Bild: SSVE

12:11-Sieg im dramatischen Pokalviertelfinale bei SV Krefeld 72

Mit einem Treffer in der letzten Sekunde sorgte Nationalspieler Hannes Glaser für sein Team für das Erreichen des Pokal-Halbfinales. Grundlage für den 12:11 (4:5, 2:0, 2:4, 4:2)-Erfolg in einem an Dramatik kaum zu überbietendem Auswärtsspiel bei SV Krefeld 72 war eine geschlossene Mannschaftsleistung und ein gutes Überzahlspiel.

Die letzte Spielminute spiegelte mit drei Toren die Dramatik des gesamten Spiels wider, indem es keiner Mannschaft je gelang, eine Zwei-Tore-Führung herauszuspielen. 41 Sekunden vor dem Abpfiff brachte Routinier Robert Roth den SSVE mit seinem dritten Treffer das erste Mal seit der Halbzeit wieder in Führung, was für großen Jubel auf der Esslinger Bank sorgte. Die Ernüchterung erfolgte 24 Sekunden später, als Krefeld durch Robert Glüder ausgleichen konnte. Innerlich richteten sich wohl schon viele auf das Fünf-Meter-Schießen ein, die Uhr tickte unerbittlich runter beim letzten Esslinger Angriff. Ein Anspiel auf Esslinges US-Amerikaner Joshua Stedman in der Centerposition sorgte 2,7 Sekunden vor der Schlusssirene für eine Hinausstellung auf Seite der Hausherren und das Anhalten der Uhr. Im Durcheinander dieser letzten Spielsituation befand sich der Ball plötzlich an der Seitenauslinie. Robert Roth schaltete am schnellsten und brachte das Sportgerät zurück ins Spiel, Joshua Stedman führte den Freiwurf aus und fand Hannes Glaser, der unbeachtet von seinen Gegenspielern drei Meter vor dem Tor noch die Ruhe besaß, den Torwart in die falsche Ecke zu schicken und den Ball eiskalt im Krefelder Torgehäuse zu versenken.
SSVE-Trainer Bernd Berger freute sich über den Einzug ins Halbfinale und über seine Mannschaft: „Wir haben die Ruhe bewahrt, diszipliniert gespielt und bis zum Schluss gekämpft. Der Einsatz war voll da und unser Überzahlspiel hat endlich funktioniert. Wir waren das bessere Team und haben letztlich verdient gewonnen.“ Auch Kapitän Heiko Nossek sah viele positive Aspekte: „Es war der erwartet harte Kampf gegen eine heimstarke Mannschaft. Es war ein verdienter Sieg mit einer tollen, geschlossenen Mannschaftsleistung. Wir haben aber noch viel viel Luft nach oben. Am Ende steht für uns der Einzug ins Final Four und ein positiver Start ins Wasserballjahr 2015.“
Gleich das erste Überzahlspiel konnte die SSVE-Sieben erfolgreich gestalten: Robert Roth traf nach etwas mehr als einer halben Minute zum 1:0. Doch es war ein nervöser Start auf beiden Seiten, was sich auch an den neun Toren im ersten Viertel ablesen lässt. Dem Ausgleich folgte das nächste Überzahltor, dieses Mal war Heiko Nossek erfolgreich, der mit vier Treffern erfolgreichster Schütze seines Teams werden sollte. Auch das 3:2 fiel in einer Mann-Mehr-Situation, erneut traf der Kapitän. Mike Troll traf zwar noch einmal zur 4:3-Führung, jedoch kassierten die Esslinger bis zur ersten Pause noch zwei Gegentore, sodass es mit einem 4:5-Rückstand in den zweiten Spielabschnitt ging. Heiko Nossek war erneut zwei Mal erfolgreich und da sich die Abwehr um Neuzugang Stephen White im Tor stabilisierte, ging es mit einer 6:5-Führung in die Halbzeit.
In der Folgezeit trafen die Gastgeber nicht nur zum Ausgleich, sondern gingen immer wieder in Führung. Auf Esslinger Seite trafen Hannes Glaser und Hannes Rothfuß jeweils zum Ausgleich, beide Tore fielen in Überzahl. Doch Krefeld hielt dagegen und ging dank eines Treffers von Ex-Nationalspieler Tobias Kreuzmann mit einer 9:8-Führung in das letzte Viertel. Robert Roth schoss in Überzahl den Ausgleich, doch Krefeld konnte durch einen weiteren Ex-Nationalspieler, nämlich Sven Roessing, ein letztes Mal in Führung gehen. Novak Zugic erzielte 134 Sekunden vor dem Ende das 10:10. Es folgte die bereits beschriebene letzte Spielminute, in der die Esslinger Wasserballer doch noch das bessere Ende für sich fanden.

Wer im Halbfinale des Pokalwettbewerbs Gegner der Esslinger sein wird, steht noch nicht fest. Ebenfalls für die Anfang März stattfindende Endrunde qualifizieren konnten sich bereits WASPO Hannover und der OSC Potsdam. Zwischen Spandau 04 und dem ASC Duisburg wird der letzte Teilnehmer ermittelt. Nach einer einwöchigen Spielpause wartet auf den SSV Esslingen ein Liga-Doppelspieltag in Berlin gegen die SG Neukölln und Spandau 04, bevor dann am letzten Januarwochenende das erste Heimspiel des neuen Jahres gegen Bayer Uerdingen ansteht.

Für den SSV Esslingen im Einsatz waren:
Marco Watzlawik (Torwart), Lars Hechler, Hannes Rothfuß (1 Tor), Valentin Finkes, Joshua Stedman, Robert Roth (3), Heiko Nossek (4), Michael Müller, Christopher Meinhold, Novak Zugic (1), Mike Troll (1), Hannes Glaser (2) und Stephen White (Torwart)

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